Wirtschaft

Massiver Kurseinbruch Bitcoin stürzt ab

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Im Dezember kostete ein Bitcoin noch bis zu 20.000 Dollar - derzeit sind es weniger als 9000.

(Foto: REUTERS)

Die Digitalwährung Bitcoin setzt die Talfahrt mit hohem Tempo fort. Der Preis rutscht deutlich unter die Marke von 9000 Dollar. Von seinen Höchstständen hat sich das Krypto-Geld meilenweit entfernt.

Der Ausverkauf bei Bitcoin geht weiter: Die Kryptowährung rutscht unter die Marke von 9000 Dollar. Laut dem auf Digitalwährungen spezialisierten Nachrichtendienst Coindesk fällt der Preis um 8,5 Prozent auf 8314 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit November. Mit einem Minus von insgesamt etwa 25 Prozent steuert Bitcoin damit auf den größten Wochenverlust seit drei Jahren zu.

"Strengere Regulierungen und eine Flut an negativen Nachrichten haben viele Spekulanten zu Gewinnmitnahmen veranlasst", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Eine Korrektur bis auf 5000 Dollar ist nicht auszuschließen."

Mitte Dezember war der Kurs von Bitcoin bis auf ein Rekordhoch bei etwa 20.000 Dollar gestiegen. Seitdem ging es tendenziell abwärts. Auch bei anderen Digitalwährungen wie Ripple kam es nun zu einem massiven Kurseinbruch.

China geht gegen Bitcoin vor

Weltweit arbeiten Regierungen daran, den relativ neuen Markt für virtuelle Währungen mit seinen drastischen Kursausschlägen zu zügeln. So will beispielsweise die indische Regierung Zahlungen mit Kryptowährungen verbieten. In Südkorea, einer Hochburg der Spekulation mit Cyber-Devisen, kündigte die Regierung eine strenge Regulierung an. Sie hatte ursprünglich sogar erwogen, den Handel komplett zu verbieten.

In China wurden die Internet-Zugänge zu Kryptobörsen blockiert. Außerdem sind dort so genannte Initial Coin Offerings verboten, bei denen Firmen durch die Ausgabe neuer virtueller Währungen Geld bei Investoren einsammeln.

Zu Wochenbeginn hatte zudem ein Hackerangriff auf eine Kryptobörse in Japan für Aufsehen gesorgt, bei dem die Täter rund eine halbe Milliarde Dollar erbeuteten. Hinzu kommt, dass Notenbanken, Regierungen und Aufsichtsbehörden immer wieder vor den weitgehend unregulierten Kryptowährungen warnen. Und noch etwas dürfte auf deren Kurse drücken: Zahlreiche Ökonomen und Analysten hatten den rasanten Preisanstieg als Spekulationsblase bezeichnet und deren Platzen in Aussicht gestellt.

Quelle: n-tv.de, jga/rts/dpa

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