Wirtschaft

ZEW-Index sinkt kräftig Börsenprofis verlieren ihren Optimismus

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Die vom ZEW befragten Analysten haben sich auf die Seite des Bären geschlagen.

(Foto: imago/Westend61)

Der Abgasskandal bei VW drückt nicht nur in der für Deutschland so wichtigen Autobranche auf die Stimmung. Schlechte Nachrichten aus den Schwellenländern tun ihr Übriges, um die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten einzutrüben.

Börsenprofis bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft wegen des Volkswagen-Skandals und schwächelnder Schwellenländer schlechter. Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen fiel im Oktober bereits den siebten Monat in Folge - und zwar überraschend kräftig um 10,2 auf 1,9 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 217 Anlegern und Analysten mitteilte .

Der Rückgang übertraf deutlich die Befürchtungen von Experten. Der Index der Lagebeurteilung verschlechterte sich von 67,5 auf 55,2 Punkte. Erwartet worden war ein Rückgang auf 64,7.

"Der Abgasskandal bei Volkswagen und die Wachstumsschwäche der Schwellenländer dämpfen die Konjunkturaussichten für Deutschland," erklärte ZEW-Präsident Clemens Fuest. "Aufgrund der nach wie vor guten wirtschaftlichen Ausgangslage im Inland und der voranschreitenden konjunkturellen Erholung der Eurozone dürfte ein Abrutschen Deutschlands in die Rezession allerdings wenig wahrscheinlich sein."

Der ZEW-Index erlebte damit im Oktober den siebten Rückgang in Folge. Im September waren die Konjunkturerwartungen bereits um 12,9 Punkte eingebrochen.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verringerten sich im Oktober ebenfalls. Der entsprechende Indikator sank um 3,2 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 30,1. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum gab im Oktober um 1,5 auf minus 11,2 Punkte nach.

Quelle: ntv.de, mbo/DJ/rts

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