Wirtschaft

Auch wenn das Umfeld schwach ist Brenntag will ordentlich dazukaufen

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(Foto: dpa)

Dem weltgrößten Chemiehändler Brenntag geht es gut. So gut, dass das Unternehmen auch künftig kräftig dazukaufen will. Die jährlichen Zukäufe sollen sich im Rahmen von 200 bis 250 Millionen Euro bewegen.

Der weltgrößte Chemikalienhändler Brenntag will seine Einkaufstour auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Zukäufe seien im Volumen von jährlich durchschnittlich 200 bis 250 Millionen Euro geplant, sagte Konzernchef Steven Holland bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. Im vergangenen Jahr sei das Unternehmen mit Übernahmen im Volumen von mehr als 550 Millionen Euro überdurchschnittlich aktiv gewesen.

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Der Konzern aus Mülheim an der Ruhr ist in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Akquisitionen gewachsen und hatte auch für 2015 zunächst 200 bis 250 Millionen Euro für Übernahmen eingeplant, das endgültige Volumen aber immer von den sich ergebenden Möglichkeiten abhängig gemacht.

Im vergangenen Jahr kaufte Brenntag sowohl in Europa als auch in Nordamerika zu - das sind die beiden größten Märkte des Unternehmens. Im Nordamerika-Geschäft bekam der Konzern zuletzt allerdings die Schwäche in der Öl- und Gasbranche zu spüren. Hier werde sich die Nachfrage aber in den kommenden Monaten auf dem jetzt erreichten niedrigen Niveau stabilisieren, führte Holland aus. Das makrookönomische Umfeld bleibe aber auch 2016 schwach.

Brenntag handelt als Bindeglied zwischen Chemieindustrie und weiterverarbeitenden Branchen in über 70 Ländern mit mehr als 10.000 Stoffen.

Quelle: ntv.de, ppo/rts