Wirtschaft

Mehr Milliarden-Investments Buffett kauft im Eiltempo Aktien

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Warren Buffett: Welche Titel ins Depot gewandert sind, wird am 14. Februar veröffentlicht.

(Foto: REUTERS)

Im US-Wahlkampf spricht sich Warren Buffett klar für Hillary Clinton aus. Doch mit der Niederlage der Demokratin öffnet der Investmentguru auch das Portemonnaie: Zwölf Milliarden Dollar pumpt er auf den Markt – er will bei der Trump-Rally nicht nur zugucken.

Für Starinvestor Warren Buffett muss der 8. November ein Schocktag gewesen sein. Nicht nur US-Demokratin Hillary Clinton hatte die Präsidentschaftswahl verloren, auch der Chef von Berkshire Hathaway musste sich geschlagen geben. Ausgerechnet der Mann, der über Jahrzehnte hinweg immer den richtigen Riecher bewiesen hatte, sprach sich im Wahlkampf immer wieder für die Demokratin aus und verliert.

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Doch Buffett macht trotzdem Kasse. Zumindest investiert er massiv. Wie er jetzt in einer US-Talkshow verriet, habe sich seine Investmentgesellschaft seit dem Wahltag mit Aktien im Wert von zwölf Milliarden Dollar eingedeckt. Welche Titel ins Depot gewandert sind, verriet er nicht – hier wird die Pflicht-Börsenmitteilung in knapp zwei Wochen Erkenntnis bringen.

Investment überrascht nicht

Die Geschwindigkeit der Aktienkäufe ist außergewöhnlich. Denn in den drei Jahren bis zum 30. September 2016 investierte Buffett nur gut die doppelte Summe - im kompletten Jahr 2015 waren es gerade einmal zehn Milliarden Dollar. Doch überrascht das Investment des Trump-Kritikers nicht. Denn seit Anfang November kennen die Kurse an den US-Aktienmärkten nur noch eine Richtung: oben. Viele Anleger setzten ihre Hoffnungen in ein massives Konjunkturprogramm des neuen US-Präsidenten. Auch Buffett will bei der Trump-Rally nicht nur zugucken.

Nach den ersten Amtshandlungen kam jedoch Nervosität auf und belastete die Börsen. Trump werde sein Ziel von vier Prozent Wirtschaftswachstum wohl nicht erreichen, sagte Buffett. Die Hälfte würde aber schon reichen. "Zwei Prozent werden Wunder wirken", sagte er. Im vergangenen Jahr wuchs die US-Wirtschaft um 1,6 Prozent, das niedrigste Plus seit 2011.

Quelle: n-tv.de, cas

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