Wirtschaft

Aktienkurs auf Talfahrt Bund prüft Commerzbank-Beteiligung

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Im Zuge der Finanzkrise 2008 beteiligte sich der Staat an der Commerzbank.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Finanzkrise erschütterte 2008 die Bankenwelt - auch die Commerzbank. Ein staatliches Rettungspaket sicherte die Zukunft des Frankfurter Geldhauses. Doch zehn Jahre später sind die Aussichten mau.

Nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank stellt der Bund seine Beteiligung an der Commerzbank auf den Prüfstand. Ein Berater soll nicht nur die Strategie der Commerzbank analysieren, sondern auch Empfehlungen abgeben, wie der Bund künftig mit seiner gut 15-prozentigen Beteiligung an dem Frankfurter Geldhaus umgehen soll. Das geht aus der Ausschreibung hervor, die auf dem "Deutschen Vergabeportal" veröffentlicht wurde und über die die "Börsen-Zeitung" zuerst berichtet hatte.

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Die Commerzbank, deren Aktienkurs angesichts mauer Geschäftsaussichten in den vergangenen Monaten auf Talfahrt gegangen ist, will im Herbst eine neue Strategie präsentieren. Die Deutsche Finanzagentur, seit Integration der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) Anfang 2018 auch für die Beteiligungen des Bundes im Finanzsektor zuständig, sucht einen externen Berater, der diese Strategie bewerten soll. Er soll das Geschäftsmodell der Commerzbank beurteilen und unter anderem die "Erträge der Kerngeschäftsbereiche, der Kosteneinsparungen, des Beitrags der Digitalisierung (in der von der Commerzbank angestrebten Umsetzung) zum Unternehmenserfolg sowie gegebenenfalls weiterer aufgezeigter Synergien" analysieren.

Zudem gehe es darum, "mögliche Handlungsoptionen" zur Steigerung des Werts der Bank aufzuzeigen. "In diesem Zusammenhang sollen sowohl die Möglichkeiten des organischen als auch des anorganischen Wachstums (z. B. Joint Ventures, Zukäufe der CBK, Kooperationen, Realisierung von Wertpotentialen durch Verkäufe von Teilen) beleuchtet werden", heißt es in der Ausschreibung. Daraus sollen "strategische Empfehlungen" abgeleitet werden, wie der Bund mit seinem Commerzbank-Anteil umgehen soll.

Der Staat war in der Finanzkrise vor zehn Jahren bei der zweitgrößten deutschen Privatbank eingestiegen. Um sich ohne Verlust von seinem Anteil von 15,6 Prozent zu trennen, müsste der Bund etwa 26 Euro je Aktie erhalten. Davon ist das Commerzbank-Papier meilenweit entfernt: Im Tagesverlauf verloren die Titel 3,4 Prozent auf 5,21 Euro. Das Allzeit-Tief von 5,16 Euro ist damit in Reichweite.

Quelle: n-tv.de, pvt/rts

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