Wirtschaft

Vertrag für Bahnchef verlängert Bund verweigert Grube Gehaltserhöhung

Bahn-Chef Rüdiger Grube möchte Züge zukünftig nur noch aus einer Betriebzentrale steuern lassen.

Am Ende seiner Vertragslaufzeit wird Grube länger an der Spitze des Staatskonzerns gestanden haben, als sein Vorgänger Mehdorn.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf Wunsch der Bundesregierung, dem Eigner der Deutschen Bahn, soll deren Chef den Konzern weitere drei Jahre führen. Die Forderung Grubes nach einer Gehaltserhöhung wurde angesichts der aktuellen Verluste der Bahn aber abgeschmettert.

Bahn-Chef Rüdiger Grube bekommt bei seiner anstehenden Vertragsverlängerung einem Zeitungsbericht zufolge keine Gehaltserhöhung. Anders als von Grube gewünscht werde es keine Gehaltserhöhung geben, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Der 65-Jährige und der Bund als Eigentümer verständigten sich demnach nach intensiven Verhandlungen aber darauf, den Vertrag um drei und nicht nur wie zwischenzeitlich offenbar angedacht um zwei Jahre zu verlängern.

Grube steht seit Mai 2009 an der Spitze des Unternehmens und bekommt eine Festvergütung von 900.000 Euro im Jahr. Inklusive Boni verdiente er im Geschäftsjahr 2015 gut 1,4 Millionen Euro. Allerdings rutschte das Unternehmen 2015 erstmals seit zwölf Jahren in die roten Zahlen.

Grubes bisheriger Vertrag läuft zum Jahresende aus. Der Aufsichtsrat hatte sich bereits im Dezember auf eine Verlängerung festgelegt, die Laufzeit des neuen Kontrakts aber offen gelassen. Bleibt Grube bis Ende 2020 Vorstandsvorsitzender, steht er länger an der Spitze des Konzerns als sein Vorgänger Hartmut Mehdorn. Dieser war neuneinhalb Jahre lang Bahn-Chef gewesen.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP

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