Wirtschaft

"Kunden sind nervös" Caixabank spürt Katalonien-Krise

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Die Caixabank will den Hauptsitz nach Valencia verlegen.

(Foto: REUTERS)

Der politische Streit um Katalonien und der Aufruf der Separatisten, die Banken zu stürmen, geht nicht spurlos an Spaniens drittgrößtem Geldhaus vorüber. Auch die Prognose für das Wirtschaftswachstum hat Spanien bereits gesenkt.

Die Katalonien-Krise hinterlässt Spuren bei Spaniens drittgrößtem Geldhaus Caixabank. Der Streit über eine Unabhängigkeit der Region habe "moderat negative" Auswirkungen auf die Einlagen gehabt, sagte Bankchef Gonzalo Gortazar nach Veröffentlichung der Bilanz für das dritte Quartal. Die Kunden seien nervös gewesen. Aufrufe der Separatisten, die Banken zu stürmen und Geld abzuheben, hätten die Lage nicht gerade beruhigt. Details nannte der Manager nicht.

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Der Chef der Caixabank, Gonzalo Cortazar, spricht von "moderat negativen" Auswirkungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Caixabank, die ihren Sitz bisher in Barcelona hatte, ist neben den Konkurrenten BBVA und Banco Sabadell am stärksten abhängig vom Geschäft in Katalonien. Rund ein Drittel der Kundeneinlagen bei den drei Instituten stammen aus der wohlhabenden Region im Nordosten des Landes.

Am Wochenende hatte die spanische Zentralregierung als Reaktion auf das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien die Entmachtung der Separatisten eingeleitet. Das regionale Parlament kommt am Donnerstag in Barcelona zusammen, um eine Antwort darauf zu finden. Der politische Streit verunsichert die Finanzmärkte, Spanien hat deshalb bereits die Prognose für das Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr von zuvor 2,6 Prozent auf 2,3 Prozent gesenkt.

Caixabank verlegt Hauptsitz

Die Caixabank hatte zuletzt mitgeteilt, ihren Hauptsitz außerhalb Kataloniens nach Valencia zu verlegen. Damit wollte das Management Investoren und Kunden beruhigen. Druck der Zentralregierung in Madrid habe es dabei nicht gegeben, erklärte die Bank. Derzeit sei nicht geplant, Mitarbeiter oder ganze Geschäftszweige zu verlagern.

Für das Sommerquartal 2017 wies das Institut trotz der Unsicherheit einen Rekordgewinn von 649 Millionen Euro aus, fast 49 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei wirkte sich vor allem die Übernahme der portugiesischen Bank BPI positiv aus.

Quelle: ntv.de, ftü/rts