Wirtschaft

Wechsel bei Boeing Chef des 737-Programms geht in Rente

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An der Entwicklung der Boeing 737 Max war Lindblad nicht beteiligt.

(Foto: REUTERS)

Als Eric Lindblad im August 2018 die Führung der 737-Sparte übernimmt, hat Boeings Flaggschiff schon Probleme mit Lieferverzögerungen. Doch das größte Debakel steht dem neuen Chef da noch bevor. Nun geht der Top-Manager mit 57 Jahren in Rente.

Inmitten der Krise um die Boeing 737 Max verlässt der für den Maschinen-Typ verantwortliche Programmleiter den US-Flugzeugbauer. Eric Lindblad werde in Rente gehen, schrieb der Chef der Zivilflugzeug-Sparte von Boeing, Kevin McAllister, in einer Botschaft an die Konzernmitarbeiter. Lindblad war vor 34 Jahren bei Boeing eingestiegen. Die Leitung des Boeing-737-Programms hatte der 57-Jährige im August 2018 übernommen.

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Für die Boeing 737 Max gilt seit März ein weltweites Flugverbot. Zuvor waren bei zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Ermittler vermuten, dass die Unglücke mit dem Stabilisierungssystem MCAS zusammenhängen, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.

Die Katastrophen haben Boeing in eine beispiellose Krise gestürzt und viel Kritik an dem Flugzeugbauer laut werden lassen. Personelle Konsequenzen zog der Konzern aber bislang nicht.

In seiner Botschaft an die Boeing-Mitarbeiter schrieb McAllister, Lindblad habe ihm bereits im vergangenen Jahr seine Absicht mitgeteilt, in Rente gehen zu wollen. Er soll vom Konzern-Veteranen Mark Jenks abgelöst werden.

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Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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