Wirtschaft

Bitcoin bricht ein China verbietet Kryptowährungs-Geschäfte

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Bitcoin, die bekannteste Kryptowährung, brach unmittelbar um mehr als sechs Prozent ein.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die chinesische Führung geht streng gegen digitale Währungen vor, der reine Handel damit ist in dem Land bereits seit 2019 verboten. Nun geht Peking einen Schritt weiter: Wer Transaktionen mit Kryptowährungen tätigt, macht sich strafbar. Kurz nach der Ankündigung verliert der Bitcoin an Wert.

Die chinesische Zentralbank hat sämtliche Finanztransaktionen unter Beteiligung von Kryptowährungen für illegal erklärt. Geschäfte im Zusammenhang mit digitalen Währungen seien "illegale Finanzaktivitäten" und mutmaßliche Verdächtige müssten mit Strafermittlungen rechnen, teilte die Notenbank mit. Mit ihrer Entscheidung sind nicht nur der Handel mit digitaler Währung, sondern auch der Verkauf digitaler Vermögenswerte und Transaktionen mit Krypto-Derivaten verboten.

Die chinesische Führung geht schon seit Längerem streng gegen digitale Währungen vor und warnt immer wieder davor. Damit will sie ein Zeichen gegen Spekulation und Geldwäsche setzen. Auch aus diesem Grund schwankte der Wert globaler Kryptowährungen, darunter des Bitcoins, immer wieder stark. Unmittelbar nach der Ankündigung aus Peking verlor die bekannteste Kryptowährung an Wert und brach mehr als sechs Prozent ein. Auch die digitale Währung Ethereum verlor mit minus 10,7 Prozent deutlich an Wert.

Bitcoin
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In den vergangenen Jahren habe der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen die "Wirtschafts- und Finanzordnung zerstört" und "Geldwäsche, illegale Kapitalbeschaffung, Betrug und andere kriminelle Aktivitäten begünstigt", erklärte die chinesische Notenbank. Das bedrohe die Sicherheit des Vermögens der Bürgerinnen und Bürger. Der reine Handel und die "Herstellung" von Kryptowährung sind in China bereits seit 2019 verboten.

Kryptowährungen wurden als Zahlungsmittel erfunden, das unabhängig von Zentralbanken funktioniert, damit sind sie kaum regulierbar. Skeptiker warnen vor den hohen Kursschwankungen digitaler Währungen - oftmals werden sie daher eher als Spekulationsobjekt und Geldanlage verwendet statt als Zahlungsmittel, was mit hohen Verlusten verbunden sein kann. Außerdem machten zuletzt spektakuläre Hackerangriffe auf Kryptowährungsplattformen Schlagzeilen.

China arbeitet an einer eigenen Internetwährung. Mit dem Signal von diesem Freitag ebnet die Regierung nun den Weg für eine Kryptowährung unter strenger Kontrolle der Führung.

Quelle: ntv.de, chf/AFP

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