Wirtschaft

Aktie fällt deutlich Chipkrise haut bei Toyota rein

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Ursprünglich wollte Toyota demnach 900.000 Fahrzeuge bauen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Toyota macht laut einem Medienbericht wegen des Engpasses bei Halbleitern weltweit deutliche Abstriche bei der Produktion. Die Drosselung hinterlässt nicht nur an den Aktienbörsen Bremsspuren. Wegen der geringeren Reifennachfrage sackt auch der Terminkontrakt für Kautschuk ab.

Der weltweite Chipmangel zwingt den japanischen Autobauer Toyota einem Medienbericht zufolge im kommenden Monat zu einer deutlichen Produktionskürzung. Wie die japanische Zeitung "Nikkei" berichtete, muss der Konzern seine Fahrzeugproduktion im September um 40 Prozent drosseln.

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Ursprünglich wollte Toyota demnach 900.000 Fahrzeuge bauen. Stattdessen würden nun lediglich 500.000 angepeilt, berichtete die Zeitung ohne genauere Angabe von Quellen. Das Unternehmen äußerte sich zu den Zahlen zunächst nicht, drückte in einer Mitteilung aber Bedauern darüber aus, dass es zu Auswirkungen für Kunden und Zulieferer kommen werde. Zeitweilig eingestellt werden demnach 27 von 28 Produktionslinien in den 15 japanischen Werken.

Die Aktie des Autobauers gab deutlich nach und fiel um fast viereinhalb Prozent. Der europäische Auto-Index verlor bis zu 2,7 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief. Daimler sackten bis zu 3,2 Prozent ab. Für Volkswagen ging es drei Prozent auf 192,60 Euro abwärts. BMW fielen um 3,5 Prozent auf 77,08 Euro.

Die Aussicht auf drastische Produktionskürzungen und eine somit geringere Reifennachfrage hinterlässt neben den Aktienbörsen auch an den Terminmärkten Bremsspuren. Der Terminkontrakt für Kautschuk zur Auslieferung im Januar sackt in Japan um 21,5 Prozent auf 224,80 Yen je Kilogramm ab. In Shanghai notierte der Gummi-Kontrakt 2,7 Prozent tiefer bei 14.490 Yuan je Tonne.

Mikrochips spielen eine entscheidende Rolle für die elektronischen Systeme moderner Fahrzeuge. Derzeit gibt es aber - verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationalen Lieferketten - gravierende Engpässe.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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