Wirtschaft

Kurz vor dem Börsen-Start
 Coinbase muss Millionen zahlen

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Die Coinbase-Nutzer handeln dort Cyber-Devisen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple.

(Foto: STRF/STAR MAX/IPx)

Noch in diesem Monat will Coinbase an die Nasdaq. Jetzt wird die Krypto-Plattform zu einer Geldstrafe verdonnert. Doch den Investoren dürfte das egal sein.

Coinbase, die größte amerikanische Handelsplattform für Krypto-Währungen wie Bitcoin, ist zu einer millionenschweren Zahlung verdonnert worden. Die US-Derivateaufsicht CFTC brummte der Krypto-Plattform eine Geldbuße von 6,5 Millionen Dollar auf. Grund seien falsche, irreführende und ungenaue Berichte über Transaktionen bei digitalen Vermögenswerten einschließlich Bitcoin zwischen Januar 2015 und September 2018 gewesen, teilte die Behörde mit.

Die Handelsplattform hatte im Januar mitgeteilt, an die Börse gehen zu wollen. Der Schritt an die Nasdaq wird noch für diesen Monat erwartet und könnte ein Meilenstein auf dem Weg zu einer breiten Akzeptanz von Kryptowährungen als Anlageklasse sein. Coinbase wurde 2012 gegründet und wird von mehr als 43 Millionen Menschen in über 100 Staaten genutzt.

Vor dem Börsengang steht die Plattform bei Investoren hoch im Kurs. In diesem Jahr wechselten die Aktien des Unternehmens im außerbörslichen Handel im Schnitt für 343,58 Dollar den Besitzer, wie Coinbase offenlegte. Damit beläuft sich die jüngste Bewertung des kalifornischen Konzerns auf knapp 68 Milliarden Dollar. Das ist mehr als etwa die Deutsche Post, BMW oder Bayer.

Bewertung von 100 Milliarden Dollar möglich

Coinbase profitiert derzeit stark vom Krypto-Hype. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr lag der außerbörsliche Durchschnittskurs für die Aktien des Unternehmens noch bei lediglich 28,83 Dollar. Zuletzt galt laut US-Medienberichten beim Börsengang sogar eine Gesamtbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar als gut möglich, da bei privaten Transaktionen für gewöhnlich wesentlich geringere Kurse erzielt werden als nach der Premiere am öffentlichen Kapitalmarkt.

Coinbase will knapp 115 Millionen Aktien an die Nasdaq bringen. Es handelt sich aber nicht um einen klassischen Börsengang, sondern eine Direktplatzierung ohne Begleitung durch Investmentbanken und ein vorheriges Preisbildungsverfahren. Coinbase machte 2020 nach eigenen Angaben rund 1,3 Milliarden Dollar Umsatz, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 322 Millionen Dollar, nach einem Minus von 30 Millionen im Vorjahr. Die Kryptobörse hat rund 43 Millionen Nutzer.

Quelle: ntv.de, jga/rts/dpa

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