Wirtschaft

Auftragsverlust nicht verkraftet Colt meldet Insolvenz an

Seit 1855 existiert der Revolverhersteller Colt. Nun ist der legendäre Revolverhersteller pleite und beantragt Gläubigerschutz. Seit 2013 steckt das Unternehmen in akuten Schwierigkeiten. Grund ist der Verlust eines Großauftrags der US-Armee.

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(Foto: dpa)

Der legendäre Revolverhersteller Colt ist insolvent. Das hoch verschuldete Unternehmen teilte mit, es habe Gläubigerschutz beantragt. Dieser Schritt ermögliche "einen beschleunigten Verkauf der Aktivitäten von Colt in den USA und in Kanada".

Der Investmentfonds Sciens Capital Management stelle ein erstes Übernahmeangebot zurück, während Colt die eigenen Finanzen unter die Lupe nehme und weitere mögliche Käufer kontaktiere, hieß es weiter. In dieser Zeit, die 60 bis 90 Tage dauern solle, würden die Geschäfte zunächst normal fortgeführt.

Mit der Insolvenzanmeldung könne das Unternehmen seine Finanzen neu ordnen und zugleich seine Verpflichtungen "gegenüber seinen Kunden, seinen Händlern, seinen Zulieferern und seinen Beschäftigten" erfüllen, erklärte der für die Umstrukturierung zuständige Manager Keith Maib. Der Firma war es zuvor nicht gelungen, sich mit der Mehrheit der Gläubiger auf eine Schuldenreduzierung und frische Geldspritzen zu verständigen.

Vor 160 Jahren gegründet

Colt steckt in Schwierigkeiten, seit das Unternehmen im Jahr 2013 einen Großauftrag der US-Armee verlor. Bis dahin hatte Colt das Sturmgewehr M4 an die Armee geliefert. Wegen des verlorenen Auftrags musste Colt die Geschäftszahlen für 2014 und 2015 revidieren.

Das Unternehmen war im Jahr 1855 von Samuel Colt gegründet worden und wurde für den gleichnamigen Revolver berühmt. Bei der Ausbreitung der USA Richtung Westen war der Colt die Waffe der Wahl.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP