Wirtschaft

"Sind alleine stark genug" Commerzbank-Chef ist nicht auf Brautsuche

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Die eine oder keine? Commerzbank-Chef Zielke hat es nach der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank mit der Brautsuche nicht eilig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Traum vom deutschen Finanzgiganten ist geplatzt, ein Plan B muss her. An der Commerzbank haben verschiedene Banken aus dem Ausland bereits Interesse bekundet. Doch Konzernchef Zielke stellt sich erst einmal taub.

Commerzbank-Chef Martin Zielke hat Spekulationen vehement widersprochen, seine Bank könnte nach den gescheiterten Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank einen anderen Fusionspartner suchen. "Wir sind alleine stark genug, um unseren Weg zu gehen", sagte Zielke der Zeitung "Welt am Sonntag".

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Laut Medienberichten sollen die niederländische ING und die italienische Unicredit Interesse an der Commerzbank haben. "Ich verstehe, dass Sie das interessiert. Aber zu Gerüchten werde ich mich nicht äußern", sagte Zielke dazu.

Die Commerzbank könne "sehr wohl" alleine weitermachen, betonte er. "Wir haben eine klare Strategie, aber auch die muss immer wieder auf den Prüfstand". Die Bank habe "gehörig Potenzial" bei ihren Kunden und sei stark genug, um zu wachsen.

"Das zeigen auch die Zahlen für das erste Quartal: Wir sind im Geschäft mit unseren neuen Kunden gut vorankommen und wachsen weiterhin. Das Privatkundengeschäft hat seine sehr positive Entwicklung fortgesetzt und auch im Firmenkundengeschäft sehen wir Fortschritte", sagte Zielke.

Zielke wies auch die Behauptung zurück, die geplatzten Fusionsgespräche hätten ihn beschädigt. "Warum denn? Ich wollte eine Klärung, ob ein Zusammenschluss geht oder nicht", sagte der Commerzbank-Chef. Dies würde er jederzeit wieder so machen.

Die Gespräche über einen Zusammenschluss der beiden größten deutschen Privatbanken Deutsche Bank und Commerzbank waren am Donnerstag nach gut sechs Wochen ergebnislos abgebrochen worden. Deutsche Bank-Chef Christian Sewing sondiert bereits neue Optionen.

Quelle: n-tv.de, ddi/rts/dpa