Wirtschaft

"Aktuell haben wir eine Störung" Commerzbank kämpft erneut mit IT-Panne

3gs00039.jpg2633334136735486891.jpg

Probleme mit der Technik: Commerzbank-Kunden müssen sich erneut in Geduld üben.

(Foto: dpa)

Kunden der Commerzbank ärgern sich schon wieder über Schwierigkeiten. Bei der Auszahlung an Geldautomaten und bei der Kartenzahlung kommt es ausgerechnet vor dem Wochenende zu Problemen. Die Commerzbank spricht von einer "Störung in der IT".

Deutschlands zweitgrößtes privates Kreditinstitut kämpft erneut gegen die Tücken der Technik: Bei der Commerzbank traten am Vormittag erneut gravierende Probleme auf. Es ist bereits die zweite Computerpanne innerhalb weniger Wochen.

Commerzbank
Commerzbank 5,05

"Aktuell haben wir eine Störung in der IT", teilte das Institut am Freitagvormittag mit. Betroffen waren demnach unter anderem Geldautomaten und Kartenzahlungen. Die Bank arbeite an einer Lösung, hieß es. "Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten."

Nach gut einer Stunde konnte zumindest ein Teil der Probleme behoben werden. "Geldautomaten und Kartenzahlungen funktionieren wieder", hieß es in einer weiteren Mitteilung, die am späten Vormittag veröffentlicht wurde. Die Anmeldung ("Log-in") in das Online-Banking war allerdings weiterhin nur eingeschränkt möglich.

"Arbeiten unter Hochdruck"

Erst am frühen Nachmittag konnte die Bank Entwarnung geben. "Das Online-Banking steht ab sofort wieder uneingeschränkt zur Verfügung", hieß es gegen 14.00 Uhr in einer Mitteilung auf Twitter. "Wir entschuldigen uns vielmals bei unseren Kunden."

*Datenschutz

An der Börse lösten die technischen Schwierigkeiten zunächst keine sichtbaren Reaktionen aus. Der Kurs der Coba-Aktie notierte weitgehend unverändert bei 6,31 Euro und lag damit deutlich fester als der Gesamtmarkt starke 1,8 Prozent im Plus.

Bereits Anfang des Monats hatte eine IT-Panne für Ärger bei Kunden gesorgt. Wegen einer technischen Störung konnten Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften zeitweise nicht verarbeitet werden. Besonders unangenehm: Gerade zum Monatsanfang werden besonders viele Daueraufträge ausgeführt und Lastschriften eingezogen.

Bei dem Vorfall Anfang Juni konnten gut acht Stunden lang bei betroffenen Konten weder Lastschriften noch Überweisungen oder Daueraufträge verbucht werden - ausgerechnet am ersten Arbeitstag des Monats als viele Kunden ihre Gehalts- oder Rentenzahlungen erwarteten. Die Commerzbank hat nach jüngsten Angaben in Deutschland gut 13 Millionen Privat- und Firmenkunden.

Im Frühjahr stand zeitweilig eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank im Raum. Die Sondierungsgespräche über eine mögliche Fusion wurden dann jedoch ergebnislos beendet. "Wir sind alleine stark genug, um unseren Weg zu gehen", hatte Commerzbank-Chef Martin Zielke Ende April erklärt.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa/rts

Mehr zum Thema