Wirtschaft

Mehr Kunden, weniger Gewinn Commerzbank steht besser da als erwartet

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712.000 Neukunden hat die Bank seit Oktober 2016 gewonnen.

(Foto: picture alliance / Marius Becker)

Experten prognostizierten der Commerzbank einen schlechten Start ins Jahr. Doch am Ende des ersten Quartals überrascht die teilverstaatlichte Bank mit besseren Zahlen - aus verschiedensten Gründen. Das operative Geschäft geht trotzdem deutlich zurück.

Die Commerzbank ist unter anderem dank einer anhaltend geringen Vorsorge für mögliche Kreditausfälle besser als von Experten erwartet ins Jahr gestartet. Das operative Ergebnis ging zwar um rund zwölf Prozent auf 289 Millionen Euro zurück, teilte die Bank mit. Experten hatten allerdings mit einem stärkeren Rückgang gerechnet.

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Wegen gesunkener Erträge und höherer Kosten sank der Gewinn vor Steuern dennoch um 12,3 Prozent. Die Erträge gingen um 3,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit Erträgen von 2,27 Milliarden Euro und einem Vorsteuergewinn von 276 Millionen Euro gerechnet.

Da die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank zudem im ersten Quartal so gut wie keine Steuern zahlen musste, zog der Überschuss unter dem Strich sogar überraschend um 9,2 Prozent auf 250 Millionen Euro an. Seit Oktober 2016 habe die Bank 712.000 Neukunden gewonnen und sei auf einem guten Weg, ihr Ziele zu erreichen.

Bis 2020 will die Commerzbank 14 Millionen Privatkunden in Deutschland haben, zwei Millionen mehr als 2016. "Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell", sagte Konzernchef Martin Zielke. "Für das Geschäftsjahr 2018 streben wir wie angekündigt die Ausschüttung einer Dividende an und haben im ersten Quartal eine entsprechende Abgrenzung von fünf Cent je Aktie vorgenommen."

Quelle: n-tv.de, ftü/rts/dpa

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