Wirtschaft

Studie früher abgeschlossen Curevac könnte schneller Ergebnisse liefern

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Curevac - hier das Hauptgebäude - könnte Teile einer Studie nun bereits drei Wochen früher abschließen.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Curevac mischt als zweites deutsches Unternehmen im Kampf um Corona-Impfstoffe mit. Im Frühling wird erwartet, dass die Tübinger die Zulassung beantragen. Eine wichtige Etappe auf dem Weg dorthin könnte nun Wochen früher absolviert sein.

Die klinische Studie mit dem Covid-19-Impstoff des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac mit der Universitätsmedizin Mainz soll schneller als geplant abgeschlossen werden. Die im Dezember begonnene Phase-3-Studie, in der der Impfstoff an mehr als 2500 Mitarbeitern im Gesundheitswesen der Universitätsmedizin getestet werden sollte, soll nun auch für Angehörige aller Gesundheitsberufe in der Region Mainz geöffnet werden. Damit könne die Dauer der Studie um drei Wochen verkürzt und dieser Abschnitt bereits Ende März abgeschlossen werden, teilte die Universitätsmedizin mit.

Seit Studienbeginn im Dezember sei schon ein Drittel der geplanten Zahl von rund 2500 Probanden aufgenommen worden. Die Erweiterung ermögliche nun auch die Teilnahme für Angehörige aller Gesundheitsberufe in Mainz und Umgebung. Die Untersuchung ergänzt die von Curevac im Dezember gestartete Zulassungsstudie mit dem Impfstoff mit mehr als 35.000 Teilnehmern. Curevac rechnet damit, für das Mittel Zulassungsanträge im zweiten Quartal stellen zu können.

Curevac will in diesem Jahr zusammen mit seinen Partner bis zu 300 Millionen Dosten produzieren. Im nächsten Jahr sollen es dann eine Milliarde des mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffs sein. Das Unternehmen hat jüngst Kooperationen mit mit der britischen Regierung, dem Pharameriesen Bayer sowie dessen Konkurrent Glaxosmithkline vereinbart. Die EU hat sich von dem Impfstoff bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.

Curevac hat nach eigenen Angaben gut 500 Mitarbeiter. Mehrheitseigentümer ist der SAP-Gründer Dietmar Hopp. Knapp ein Viertel (23 Prozent) gehört seit vergangenem Sommer der staatlichen Förderbank KfW und damit indirekt dem Bund. Mit dem Einstieg wollte Berlin das Unternehmen gegen eine mögliche Übernahme aus dem Ausland absichern. zwischenzeitlich hatte es geheißen, die USA wollten einsteigen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ

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