Wirtschaft

Werte bei Abgasmessungen zu hoch Daimler stoppt Vertrieb von LKW-Motoren

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Daimler hat mal wieder Ärger mit Abgasen.

(Foto: imago/DeFodi)

Schon wieder Ärger mit Abgaswerten: Daimler muss den Vertrieb von LKW-Motoren stoppen, weil Grenzwerte für Stickoxide überschritten werden. Der Vorfall wird nun geklärt. Zuvor hat der Konzern bereits Ärger mit Abgaswerten bei PKW-Diesel-Modellen gehabt.

Daimler hat wegen auffälliger Abgas-Messwerte den Vertrieb eines Sechszylinder-Lkw-Motors vorläufig gestoppt. In einzelnen Betriebssituationen sei bei internen Kontrollen der Grenzwert für Stickoxid überschritten worden, erklärte ein Sprecher der Nutzfahrzeugsparte des Stuttgarter Autobauers. Daraufhin habe Daimler den Motor genauer analysiert und die Ergebnisse Ende Juni dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet.

Der Motor sei bis 2013 in Mercedes-Benz-Lkw in Europa eingesetzt worden, werde aktuell aber nur noch in Ländern außerhalb Europas vertrieben. "Bis zur Klärung der technischen Fragestellung hat das Unternehmen entschieden, diesen Motor vorsorglich nicht mehr auszuliefern", erklärte der Sprecher.

Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" über den Vertriebsstopp berichtet. Wie Daimler weiter erläuterte, geht es in den Diskussionen mit dem KBA um eine technische Funktion des Fahrzeug-Diagnosesystems, das die Abgasreinigung im Fahrbetrieb überwacht und den Fahrer über mögliche Fehlfunktionen informiert. Es gehe nicht um eine Software, die die Abgasnachbehandlung abschalte, betonte der Sprecher.

Mit sogenannten Abschalteinrichtungen, welche die Abgasreinigung unter bestimmten Bedingungen aussetzen und damit die Emissionswerte nach oben treiben, hat Daimler im Pkw-Bereich Ärger gehabt. Der Konzern musste auf Geheiß des Bundesverkehrsministeriums wegen - nach dessen Einschätzung - unzulässiger Abschalteinrichtungen mehrere Diesel-Pkw-Modelle zurückrufen. In Deutschland sind 238.000, europaweit 774.000 Mercedes-Fahrzeuge betroffen, die auf der Straße zuviel Stickoxid ausstoßen. Daimler hält die verbaute Abgasbehandlung für rechtskonform, will sie per Software-Update aber nachbessern.

Quelle: n-tv.de, sgu/rts

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