Wirtschaft

Personalabbau für mehr Rendite Daimler will 1,5 Milliarden Euro einsparen

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Daimler-Sitz in Stuttgart

(Foto: picture alliance/dpa)

Daimler verdient zwar Geld, aber weniger als gewohnt. Das liegt auch am tiefgreifenden Wandel der Autoindustrie. Daimler-Chef Källenius will deshalb allein beim Personal mehr als eine Milliarde Euro einsparen. Jede zehnte Stelle für Führungskräfte soll wegfallen.

Daimler will mit Personalabbau und einem Einfrieren der Investitionen den anhaltenden Gewinnschwund bekämpfen. Bis Ende 2022 solle die Pkw-Sparte Mercedes-Benz-Cars mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen, teilte Daimler mit. Zudem sollen im Lkw-Geschäft in Europa die Kosten bis Ende 2022 um 550 Millionen Euro sinken. Dazu sollten sowohl im Management als auch außerhalb der Produktion Stellen abgebaut werden, etwa in der Verwaltung.

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Die Anzahl der Führungskräfte bei Mercedes-Benz soll um 10 Prozent gesenkt werden, wie aus der Präsentation für die Investorenkonferenz in London hervorgeht. Die Investitionen und Entwicklungsausgaben sollten auf dem Niveau von diesem Jahr eingefroren und auf lange Sicht gar reduziert werden. Mercedes-Benz-Cars und -Vans könne damit im kommenden Jahr eine Rendite von mindestens vier Prozent und von mindestens sechs Prozent zwei Jahre später erreichen, bereinigt um Zölle.

"Mit einer klaren Zukunftsstrategie stellen wir das Unternehmen für die Transformation auf", betonte Vorstandschef Ola Källenius. "Die Kostenbelastungen zur Erreichung der CO2-Ziele erfordern umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen unseres Unternehmens. Dazu gehören auch die Verschlankung unserer Prozesse und Strukturen." Es wird erwartet, dass Källenius im Tagesverlauf mehr Details zu seinen Sparplänen nennt.

Details zur Zahl der Stellen nannte der Konzern zunächst nicht. Man befinde sich in engem Austausch mit den Arbeitnehmervertretern, hieß es. Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht hatte Ende vergangener Woche die Zahl von 1100 zu streichenden Stellen im Management genannt. Der Mitteilung zufolge will Daimler zudem in der Lastwagensparte bis Ende 2022 die variablen Kosten um 250 Millionen Euro senken und 300 Millionen Euro beim Personal einsparen.

Quelle: n-tv.de, shu/DJ/dpa/rts

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