Wirtschaft

Abbau im Privatkundengeschäft Deutsche Bank streicht weitere 350 Jobs

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Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt am Main.

(Foto: REUTERS)

Die Deutsche Bank krempelt ihr Privatkundengeschäft um. Von den knapp 1000 Stellen in den Zentralen Bonn und Frankfurt soll rund jeder dritte Job dem Rotstift zum Opfer fallen. Vizechef Karl von Rohr spricht von einem "wichtigen Meilenstein".

Die Eingliederung der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern zieht weitere Stellenstreichungen nach sich. Insgesamt 350 Jobs in den Zentralen des Privatkundengeschäfts in Bonn und Frankfurt werden gestrichen - und damit gut jede dritte der derzeit knapp 1000 Stellen in diesen Bereichen. "Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unseren Geschäftsbereich schlanker und schließlich wettbewerbsfähiger aufzustellen", erklärte Deutsche-Bank-Vizechef Karl von Rohr in einem Mitarbeiterbrief, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

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"Der größte Teil des Stellenabbaus soll im kommenden Jahr erfolgen und bis 2022 abgeschlossen sein", teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Betroffen sind nach Angaben des Sprechers die drei Bereiche Kundenmanagement, Produktmanagement und Betriebsorganisation. Ziel sei es, Doppelfunktionen abzubauen, Prozesse zu optimieren und den künftigen Fokus der Organisation auf Kern-Leistungen zu legen. Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeitmodelle sollen dazu beitragen, den Stellenabbau "möglichst sozialverträglich" zu bewältigen. Mit den Arbeitnehmervertretern wurde ein Interessenausgleich vereinbart.

Nach einigem Hin und Her hatte sich die Deutsche Bank im Frühjahr 2017 entschieden, die Bonner Tochter Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. Mitte Mai des laufenden Jahres wurde mit der Eintragung ins Handelsregister die rechtliche Integration abgeschlossen. Ende vergangenen Jahres beschäftigte die DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf Vollzeitbasis 23.565 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/rts