Wirtschaft

Das ungeliebte Kleingeld Deutsche horten Cent-Münzen

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Die Abschaffung des Kleingeldes wird bereits diskutiert.

(Foto: imago/Gerhard Leber)

Das Suchen nach Ein- und Zwei-Cent-Münzen beim Einkauf ist den Deutschen zu lästig. So haben sie in ihren Schubladen Kleingeld in zusammen dreistelliger Millionenhöhe herumliegen. In den Niederlanden reagieren die Händler bereits.

Einzeln sind sie wenig wert und vielen Bundesbürgern sogar lästig: Die Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, haben die Deutschen in ihren Schubladen mehr als 15 Milliarden der kleinen Geldstücke herumliegen - im Gesamtwert von immerhin gut 220 Millionen Euro. Die Zeitung bezieht sich dabei auf Berechnungen der Grünen.

Grundlage der Erhebung ist die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Demnach sind hierzulande bisher circa 11,2 Milliarden Ein-Cent-Münzen ausgegeben worden. 80 Prozent davon würden gehortet oder seien verloren gegangen. Dies gelte auch für 75 Prozent der 8,6 Milliarden ausgegebenen Zwei-Cent-Stücke.

Über die Abschaffung des ungeliebten Kleingeldes wird schon länger debattiert. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte dem Blatt, allein die Herstellung der Münzen sei eine große Verschwendung an Metallen und Energie. Die Einführung des niederländischen Modells müsse daher auch vom deutschen Handel angedacht werden.

Im Nachbarland hatten sich die Geschäftsleute entschlossen, keine Ein- und Zwei-Cent Münzen mehr zu nutzen und entsprechend die Kassensumme zu runden.

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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