Wirtschaft

Saarländer am pessimistischsten Deutsche sehen schwarz für die Wirtschaft

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Die Völklinger Hütte, einst wirtschaftliches Zentrum des Saarlandes, wird bunt angestrahlt. Auf die Stimmung der Saarländer färbt das nicht ab.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Deutschen stellen sich auf einen weiteren Abschwung der Konjunktur ein. Das zeigt das aktuelle RTL/n-tv Trendbarometer. Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. In zwei Bundesländern sind die Optimisten noch in der Mehrheit.

Eine große Mehrheit der Deutschen blickt pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung. 50 Prozent rechnen laut dem aktuellen RTL/n-tv Trendbarometer damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse verschlechtern werden. Rund 14 glauben an eine Verbesserung und etwa 34 Prozent rechnen mit keiner Veränderung.

Diese pessimistische Einschätzung der Bevölkerung stimmt dabei weitgehend mit der Erwartung von Wirtschaftsexperten überein. So deutet auch das Ökonomen-Barometer von "Euro am Sonntag" und n-tv auf Sicht von zwölf Monaten weiter auf eine mögliche Rezession hin. "Die Lage wird leider derzeit immer düsterer", sagte etwa Ulrich van Suntum, Wirtschaftsprofessor von der Universität Münster.

Dabei sind die Erwartungen der Befragten an die künftige Lage regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Am optimistischsten sind die Thüringer, von denen 29 Prozent mit einer Verbesserung und nur 24 Prozent mit einer Verschlechterung der Lage in ihrem Bundesland rechnen. Außer in Thüringen gibt es nur in Sachsen einen Überhang an optimistischen Erwartungen.

In allen anderen Bundesländern sind die Pessimisten in der Mehrzahl. Am düstersten ist dabei die Stimmung im Saarland, wo 64 Prozent der von Forsa Befragten sich auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation einstellen und nur 11 Prozent auf eine Verbesserung. Auch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz überwiegt die pessimistische gegenüber der positiven Einschätzung mit 54 zu 10 beziehungsweise 52 zu 9 Prozent besonders deutlich.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die regionalen Unterschiede in der Beurteilung der Entwicklung der Lebensverhältnisse sehr ausgeprägt sind. Diese Einschätzung der ökonomischen Entwicklung ist zudem kein bloßer Reflex der Einschätzung der Entwicklung für ganz Deutschland. Sie ist vielmehr abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen, die in jedem einzelnen Bundesland vorzufinden sind.  

Quelle: n-tv.de, mbo

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