Wirtschaft

Absatzrückgang um 2,2 Prozent Deutsche trinken immer weniger Bier

Ein Kneipenwirt zapft in einer Gaststätte Bier.

Seit der Neufassung der Biersteuer 1993 hat sich die Biermenge um 23,9 Prozent verringert.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Auch im zweiten Corona-Jahr sind vielerorts Veranstaltungen ausgefallen oder Restaurants und Kneipen zeitweilig geschlossen geblieben. Brauereien verzeichnen deswegen wieder herbe Absatzverluste. Außerhalb der EU ist deutsches Bier hingegen stärker gefragt.

Die deutschen Brauereien haben im vergangenen Jahr noch einmal weniger Bier gebraut und verkauft. Das berichtete das Statistische Bundesamt. 8,5 Milliarden Liter bedeuteten im Vergleich zum Vorjahr einen Absatzrückgang um 2,2 Prozent und markierten die geringste Menge seit Einführung der Statistik.

Seit der Neufassung der Biersteuer 1993 hat sich damit die Biermenge um 23,9 Prozent verringert. Als wichtigsten Grund für den weiteren Rückgang nach dem bereits sehr schwachen Jahr 2020 hatte die Brauwirtschaft bereits in der vergangenen Woche die Gastronomiebeschränkungen wegen der Pandemie genannt.

Laut Statistik waren die Verluste in den Lockdown-Monaten Januar und Februar 2021 besonders hoch, zumal in den Vergleichsmonaten des Jahres 2020 noch normaler Betrieb geherrscht hatte. Danach habe sich der Bierabsatz erholt, teilte das Bundesamt mit.

Ein Lichtblick für die Brauereien war das Exportgeschäft, das um 4 Prozent auf 1,6 Milliarden Liter stieg und immer größere Bedeutung für die Betriebe erlangt. Auch Biermischgetränke legten zu. Vor allem in den Staaten außerhalb der EU war deutsches Bier stärker gefragt als im Jahr zuvor. Hier kletterte der Absatz um 12,7 Prozent auf 817,3 Millionen Liter.

In die EU-Staaten wurde hingegen 4 Prozent weniger Bier exportiert als 2020. Laut Brauerbund haben vor allem die kleineren Brauereien mit der Absatzflaute zu kämpfen, weil sie stärker vom Fassbierverkauf in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen abhängig sind. Zahlreiche Unternehmen haben zudem Preissteigerungen angekündigt.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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