Wirtschaft

Pipeline über Südosteuropa Deutschland erhält erstmals Erdgas aus Aserbaidschan

16.01.2026, 13:22 Uhr
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Auch Österreich ist ein neuer Kunde Bakus. (Foto: picture alliance/dpa)

Europa will sich gänzlich vom russischen Gas lossagen und benötigt dafür alternative Lieferanten. Einer davon ist in Aserbaidschan gefunden. Steigerungen der Kapazität sind in Zukunft möglich. Dafür muss aber investiert werden.

Aserbaidschan liefert ab sofort Erdgas nach Deutschland und Österreich. Der staatliche Energiekonzern Socar habe mit den Lieferungen begonnen, teilte das Unternehmen in Baku mit. Das Gas fließt über die Transadria-Pipeline (TAP), die von der griechisch-türkischen Grenze durch Griechenland und Albanien nach Süditalien führt. Von dort wird es weiter nach Norden transportiert.

"Die Lieferungen, die über Italien nach Österreich und Deutschland geleitet werden, erweitern die geografische Reichweite von aserbaidschanischem Gas in Europa", heißt es in der Mitteilung. Mit den neuen Märkten sei die Zahl der Länder, die aserbaidschanisches Gas importieren, auf 16 gestiegen.

Die Nachfrage nach aserbaidschanischem Gas ist gestiegen, seit Europa nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine seine Abhängigkeit von russischen Lieferungen verringern will. Socar hatte im Juni einen Zehnjahresvertrag mit dem deutschen Energieversorger Sefe über die Lieferung von 1,5 Milliarden Kubikmetern pro Jahr unterzeichnet. Sefe, die frühere Gazprom Germania, war in der Energiekrise 2022 vom Bund vor der Pleite bewahrt worden.

Nach Österreich sollen einem Socar-Insider zufolge bis zu eine Milliarde Kubikmeter Gas jährlich geliefert werden. Die gesamten Gasexporte Aserbaidschans nach Europa beliefen sich im Jahr 2025 auf 12,8 Milliarden Kubikmeter. Eine weitere Steigerung der Ausfuhren hängt jedoch von Investitionen und dem Ausbau der Pipeline-Kapazitäten ab.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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