Wirtschaft

Vier Fünftel sind erwerbstätig Deutschland erklimmt Platz zwei in EU

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Die deutsche Erberbstätigkeitsquote liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt.

picture alliance / dpa

In den vergangenen zehn Jahren steigt die Erwerbstätigenquote in Deutschland beträchtlich. Innerhalb der EU liegt nur noch Schweden vor der Bundesrepublik. Allerdings gibt es laut OECD noch Handlungsbedarf hierzulande.

Deutschland hat EU-weit die zweithöchste Erwerbstätigenquote nach Schweden. Vier von fünf der 20- bis 64-Jährigen gehen einer Arbeit nach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2007 waren es noch 73 Prozent. Im EU-Durchschnitt stieg die Quote binnen zehn Jahren nur um zwei Punkte auf 72 Prozent. Spitzenreiter ist Schweden mit aktuell 82 Prozent. "Vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den vergangenen Jahren zugenommen", erklärten die Statistiker. In Deutschland erhöhte sie sich von 67 auf 75 Prozent.

Im EU-Durchschnitt gehen rund 78 Prozent der Männer, aber nur 66 Prozent der Frauen einer Arbeit nach. Am häufigsten berufstätig waren Frauen in Schweden (80 Prozent) und Litauen (76 Prozent). Deutschland lag mit 75 Prozent an dritter Stelle. Dabei war hierzulande fast jede zweite erwerbstätige Frau teilzeitbeschäftigt.

Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht Handlungsbedarf in Deutschland, um mehr Frauen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. "Durch den Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung für Kleinkinder aus ungünstigeren sozioökonomischen Verhältnissen und die Ausweitung des Ganztagsangebots an Grundschulen wird das Kompetenzniveau der Bevölkerung auf lange Sicht angehoben", heißt es im aktuellen Wirtschaftsausblick. "Gleichzeitig wird es insbesondere Müttern erleichtert, Familie und längere Arbeitszeiten miteinander zu vereinbaren."

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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