Wirtschaft

Analysten warnen Dialog-Kurs mit erneutem Rücksetzer

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Verzögert sich das iPhone 8, merkt das auch der Zulieferer Dialog.

(Foto: Apple)

Der Launch des iPhone 8 sollte im September erfolgen. Allerdings wird derzeit über eine spätere Markteinführung spekuliert. Analysten nennen nun einen Grund - und schicken die Aktien des Apple-Zulieferers Dialog erneut auf Talfahrt.

Mit einer Fortsetzung ihrer Verlustserie warten die Titel des Chipherstellers und Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor auf. In der Spitze sackte der Kurs um rund 5 Prozent auf 38,98 Euro ab. Danach pendelte sich das Minus zwischen 3,5 und 4 Prozent sowie Kursen um 39,40 Euro ein. Die Papiere waren damit - wie schon am Dienstag - größter Verlierer im Techwerte-Index TecDax. Der Grund waren erneut Analystenstimmen.

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Die Marktexperten von Hauck & Aufhäuser (H&A) wiesen auf mögliche Engpässe bei der OLED-Versorgung hin. Das könnte zur Folge haben, dass das neue iPhone 8 von Apple in geringerer Zahl und möglicherweise erst im vierten Quartal und nicht wie üblich im dritten Quartal auf den Markt komme. Spekuliert wird im Handel derzeit auf eine Markteinführung im Oktober.

Dialogs Umsatzanteil von Apple-Zulieferungen liegt nach eigenen Angaben bei rund 74 Prozent. Mit Blick darauf meinten die H&A-Analysten, dass die Diversifizierungsbemühungen von Dialog bislang zu wünschen übrig ließen.

Immer wieder Apple ...

Die große Abhängigkeit vom iPhone-Hersteller hatte den Kurs bereits am Dienstag abstürzen lassen. Im Tagestief hatten die Papiere des TecDax-Wertes 36 Prozent eingebüßt und waren bis auf 30,60 Euro gefallen. Am Ende stand ein Abschlag von mehr als 14 Prozent.

Das Bankhaus Lampe hatte die Papiere auf "Verkaufen" herabgestuft. Die Analysten verwiesen darauf, dass Apple künftig mehr auf Eigenproduktion setzen könnte und Dialog als Zulieferer Einschnitte und Ergebniseinbußen befürchten müsste. Andere Marktexperten hatten aber darauf verwiesen, dass dieser Schritt auch für Apple teuer und wohl nicht lohnenswert sei.

Quelle: ntv.de