Wirtschaft

Rekordjahr für Immobilienmakler "Die Nachfrage bleibt hoch"

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Der Immobilienmarkt hat sich in der Corona-Krise bisher als stabil erwiesen.

(Foto: imago images/teamwork)

Der Hamburger Immobilienmakler Engel&Völkers blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück - trotz Corona-Pandemie. Der Markt werde sich auch 2021 stabil entwickeln, sagt Vorstandschef Sven Odia im Podcast "Die Stunde Null".

Auch im Corona-Jahr hat sich der deutsche Immobilienmarkt als erstaunlich robust erwiesen. Es gab im Gegensatz zu anderen Ländern keine nachhaltigen Verwerfungen, Einbrüche oder Preisrückgänge - im Gegenteil. "Der deutsche Immobilienmarkt ist sehr stabil und wird sich auch 2021 sehr stabil entwickeln", sagte Sven Odia, der Vorstandsvorsitzende von Engel&Völkers, im Podcast "Die Stunde Null".

Im März und April habe es während des ersten Lockdowns zwar eine "Schockstarre" auf dem Markt gegeben, so Odia. Ab Mai habe sich der Markt allerdings schnell erholt. Besonders im Luxusbereich sei die Nachfrage hoch gewesen. "Das zweite Halbjahr war sehr stark", sagte der Vorstandschef.

Das Hamburger Maklerunternehmen hat mit seinen gut 13.000 Mitarbeitern während der Pandemie den Umsatz deutlich gesteigert. "Wir konnten 2020 ein absolutes Rekordjahr verzeichnen", sagte Odia, der seit über 20 Jahren bei der Maklerkette arbeitet und seit 2006 im Vorstand sitzt. Insgesamt stieg der Courtage-Umsatz laut Odia um 11 Prozent auf über 900 Millionen Euro.

Die Nachfrage und Wünsche der Kunden hätten sich allerdings leicht verschoben, berichtete Odia. Manche Kunden machten etwa Kompromisse und Abstriche bei der Lage, um beispielsweise mehr Platz, einen Garten oder einen Balkon zu haben. "Viele Menschen haben sich darüber Gedanken gemacht, wie ihre Bedürfnisse in Bezug auf das Wohnen wirklich sind, und das hat auch dazu geführt, dass sich manche Kriterien ein wenig verschoben haben", ergänzte Odia. So gebe es eine "Renaissance der Vororte" und des Umlandes in vielen Regionen und eine "Lust zurück aufs Land". Der Preisdruck in den Innenstädten vieler Großstädte bleibe allerdings weiter hoch, weil immer noch zu wenig gebaut wurde.

Für dieses Jahr erwartet Odia, dass die Nachfrage weiter stark bleibt. "Das Thema Wohnimmobilien ist weiterhin ein großes Thema, zumal in anderen Bereichen eine hohe Verunsicherung herrscht", sagte der Vorstandschef. "Hier geht es ja nicht nur um Rendite, sondern um Lebensqualität. Deswegen werden viele Menschen darüber nachdenken, weiterhin in Wohnimmobilien zu investieren. Das bleibt ein Megatrend."

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Für die Hörerinnen und Hörer des Podcast gibt es in Kooperation mit dem iib Institut Dr. Hettenbach und dem Wirtschaftsmagazin "Capital" einen besonderen Service: Sie können Ihre Immobilie schätzen lassen - online, individuell und kostenlos: www.capital.de/wohnmarktanalyse

Quelle: ntv.de, ddi