Wirtschaft

Tarifabschluss NRW-Einzelhandel Drei Prozent mehr Gehalt ausgehandelt

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Verdi und Arbeitgeber begrüßen die Einigung im Tarifkonflikt im NRW-Einzelhandel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die erste Einigung ist geschafft und könnte für den bundesweiten Einzelhandel Pilotcharakter haben: In NRW erhalten Hunderttausende Mitarbeiter der Branche ab dem 1. Juli ein Gehaltsplus. Verdi feiert den Abschluss als "Erfolg der Beschäftigten".

Im Tarifkonflikt des nordrhein-westfälischen Einzelhandels haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband NRW auf ein Gehaltsplus geeinigt. Es ist bundesweit der erste Tarifabschluss für den Einzelhandel. Verkäuferinnen und Verkäufer sollen ab 1. Juli 2019 drei Prozent mehr Gehalt bekommen, wie Verdi und Handelsverband übereinstimmend mitteilten. Alle Beschäftigten in höheren Entgeltgruppen erhielten eine Pauschale von 77,50 Euro. Zum 1. Mai 2020 gibt es für alle im Einzelhandel tätigen Menschen ein weiteres Plus von 1,8 Prozent.

Azubis sollen nach dem Beschluss mit 45 bis 60 Euro zum Beginn des Ausbildungsjahres 2019 überproportional mehr bekommen. Im darauffolgenden Ausbildungsjahr soll die Ausbildungsvergütung zwischen 50 und 80 Euro höher liegen. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt den Angaben nach 24 Monate.

Mehr Geld für fast 700.000 Beschäftigte

Die Gewerkschaft Verdi interpretierte den Tarifabschluss als "Erfolg der Beschäftigten, die sich aktiv in dieser Tarifrunde dafür eingesetzt haben." Auch der Handelsverband NRW begrüßte die Einigung: "Wir sind an die Grenzen des Vertretbaren gegangen und freuen uns über die Sicherheit für die Beschäftigten."

Der Tarifabschluss gilt für die 487.000 sozialversicherungspflichtig und 205.000 geringfügig Beschäftigten im Einzelhandel in NRW.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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