Wirtschaft

Brüssel reagiert auf Trump EU-Zölle auf US-Waren gelten ab Freitag

Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten holt Europa zum Gegenschlag aus: Die EU-Gegenmaßnahmen auf die US-Schutzzölle für Stahl und Aluminium treten nach Angaben aus Brüssel schon Ende der Woche in Kraft. Wie wird der US-Präsident reagieren?

Die Vergeltungszölle der EU im Handelsstreit mit den USA greifen ab Freitag. "Die Maßnahmen zielen unmittelbar auf eine Liste von Produkten im Wert von 2,8 Milliarden Euro ab und treten am Freitag, den 22. Juni, in Kraft", erklärte die Brüsseler Behörde. Die Zölle sollen neben Stahlprodukten auch Waren wie Bourbon-Whiskey, Erdnussbutter, Harley-Davidson-Motorräder und Levi's-Jeans treffen.

Die USA erheben seit dem 1. Juni Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl- sowie zehn Prozent auf Aluminiumimporte aus Europa. Die "einseitige und ungerechtfertigte Entscheidung der USA" lasse der EU keine andere Wahl, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström als Begründung für die Gegenmaßnahmen. Die EU könne den Rechtsbruch der USA nicht hinnehmen.

Die nun beschlossenen Handelsabgaben seien so lange gültig, bis Washington seine Zölle wieder aufhebe, so Malmström. Zuvor hatten die EU-Länder dem Vorgehen einstimmig zugestimmt. Die EU hatte ihre Gegenzölle in Höhe von 25 Prozent vorsorglich schon vor Wochen bei der Welthandelsorganisation WTO angemeldet.

Mit Spannung wird in Brüssel nun erwartet, wie US-Präsident Donald Trump reagiert. Er wirft den Europäern vor, mit einem hohen Handelsüberschuss der US-Wirtschaft zu schaden. Er drohte für den Fall europäischer Gegenzölle bereits mit Strafzöllen auch auf europäische Autos und Autoteile.

Quelle: n-tv.de, mmo/AFP/rts

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