Wirtschaft

"Unbegrenzte Ausnahme" EU bleibt in Zollstreit mit USA hart

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Bis Ende des Monats sind Aluminiumprodukte der EU von US-Zöllen ausgenommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vorerst nur bis 1. Mai ist die EU von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Nun macht die EU deutlich: Falls US-Präsident Trump über irgendetwas verhandeln will, sollte er das Thema ganz schnell beerdigen.

Die EU ist im Streit um die neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumerzeugnisse zu keinerlei Zugeständnissen bereit. "Wir haben den USA nichts angeboten und wir werden ihnen auch nichts anbieten", sagte die zuständige EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Straßburg. Bei den US-Zöllen handele es sich um "Protektionismus pur".

Die EU erwarte, ohne jegliche Bedingungen unbefristet von ihnen ausgenommen zu werden, sagte sie weiter. Erst wenn dies von US-Präsident Donald Trump bestätigt werde, seien Verhandlungen über Handelserleichterungen und andere Dinge möglich.

Malmström führt derzeit Gespräche mit Vertretern der US-Regierung, weil die EU-Staaten bislang nur bis zum 1. Mai von den neuen US-Zöllen ausgenommen sind. In Verhandlungen sollen die USA Zugeständnisse für eine dauerhafte Befreiung von den Abgaben fordern. Symbolisch für die USA interessant wäre dabei eine Senkung des EU-Importzolls auf US-Autos. Er liegt nämlich bei zehn Prozent, während der US-Zoll auf europäische Autos nur 2,5 Prozent beträgt.

Für den Fall, dass europäische Unternehmen nicht dauerhaft von den neuen US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumerzeugnisse ausgenommen werden, hat die EU bereits Vergeltungszölle angekündigt. Sie könnten zum Beispiel auf US-Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans fällig werden.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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