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Dienstag, 17. April 2018

US-Zölle auf Stahl und Alu: EU reicht Beschwerde bei WTO ein

US-Präsident Trump verhängt im März Strafzölle zwischen 10 und 25 Prozent auf Aluminium und Stahl. Die EU ist davon erst einmal befreit. Dennoch wird sie nun vor der WTO aktiv.

Im Streit um US-Zölle auf Stahl und Aluminium hat nach China nun auch die Europäische Union Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht. "Als Exporteur mit erheblichem Interesse in diesem Fall", fordere die EU "Beratungen mit den USA", hieß es in einer am Montag auf der WTO-Website veröffentlichten Erklärung der EU. Die Beratungen sollen demnach so schnell wie möglich erfolgen.

Aus EU-Kommissionskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass derzeit bereits Gespräche zwischen der EU und den USA "auf verschiedenen Ebenen" liefen. Die EU-Kommission fordere, "bedingungslos" von den angekündigten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen zu werden.

US-Präsident Donald Trump hatte entgegen allen Warnungen und Drohungen im März Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium festgesetzt. Zumindest vorläufig ausgenommen sind nur Kanada, Mexiko, Australien, Argentinien, Brasilien, Südkorea und die EU. Zuletzt hatte China in dem Streit um die Zölle eine Schlichtung bei der WTO beantragt.

Quelle: n-tv.de