Wirtschaft

Einigung mit Gläubigern Ecuador zurrt Umschuldung fest

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"Das ist ein Meilenstein für Ecuador", lautet Präsident Morenos Fazit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ecuadors Präsident Moreno spricht von einem "Meilenstein", die Verhandlungen mit den Gläubigern über eine Umschuldung haben sich gelohnt. Am Ende steht eine deutliche Verringerung der Schuldenlast - und noch mehr.

Ecuador hat sich die Unterstützung einer Mehrheit seiner Gläubiger für die Umschuldung von Staatsanleihen im Volumen von rund 17 Milliarden Dollar gesichert. "Das ist ein Meilenstein für Ecuador, der weitere Türen der internationalen Gemeinschaft öffnet", so der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno.

Mit diesem Deal wird die Schuldenlast um 1,5 Milliarden Dollar reduziert. Zudem wird unter anderem die Rendite der Anleihen von 9,3 auf dann 5,2 Prozent gesenkt. Der Deal beinhaltet auch die Verdoppelung der Rückzahlungsfrist auf gut zwölfeinhalb Jahre sowie eine fünfjährige tilgungsfreie Zeit für Kapital und zwei Jahre für Zinszahlungen.

Das südamerikanische Land hatte die Gespräche über die Umschuldung Anfang Juni begonnen, weil die Corona-Pandemie und der gefallene Ölpreis der Wirtschaft stark zusetzten. Mit einigen seiner Gläubiger hatte es einen Vorvertrag geschlossen, dem Plan mussten aber noch andere Gläubiger zustimmen. Ohne eine Umschuldung hätte Ecuador die Verbindlichkeiten von 2022 an zurückzahlen müssen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa