"Unsere Strategie greift"Eon wächst in allen Bereichen

Eon liefert einen grundsoliden Start ins Jahr. Umsatz, Ergebnis und Gewinn legen zu. In die Netze werden unverändert Milliarden investiert und das Geschäft in Großbritannien wird ausgebaut.
Der Energiekonzern Eon ist mit Zuwächsen ins Jahr gestartet. "Unsere Strategie greift, unsere Investitionen wirken und wir liefern operativ zuverlässig", sagte Finanzchefin Nadia Jakobi. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte im ersten Quartal auf Jahressicht um zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu, wie der Konzern mitteilte. Der bereinigte Konzernüberschuss kletterte sogar um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Eon liege damit auf Kurs, die Ziele für das Gesamtjahr trotz eines herausfordernden Marktumfelds zu erreichen.
Der Dax-Konzern investierte in den ersten drei Monaten insgesamt 1,4 Milliarden Euro, hieß es weiter. Insgesamt sollen es in diesem Jahr rund 8,5 Milliarden Euro sein. Die Zahlen seien leicht besser als erwartet ausgefallen, erklärten Jefferies-Analysten. Citi sprach von relativ guten Ergebnissen, wobei alle Segmente die Erwartungen erfüllt oder leicht übertroffen haben. Eon-Aktien legten zu.
Der Konzern erwartet im laufenden Jahr weiter ein bereinigtes Ebitda von 9,4 Milliarden bis 9,6 Milliarden Euro. Das wären unverändert weniger als die gut 9,85 Milliarden aus dem Vorjahr. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,7 Milliarden und 2,9 Milliarden Euro liegen. Pro Aktie sollen damit 1,03 bis 1,11 Euro hängen bleiben.
Der größte europäische Betreiber von Energienetzen hatte angekündigt, von 2026 bis 2030 insgesamt 48 Milliarden Euro investieren zu wollen. Rund 40 Milliarden Euro davon sollen auf das Netzgeschäft entfallen. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau und der Modernisierung der Netze, um sie fit für die Einspeisung erneuerbarer Energien und den enormen Energiehunger neuer Rechenzentren zu machen.
Aber auch in Großbritannien will Eon weiter wachsen. Der Konzern hatte jüngst die Übernahme des viertgrößten Energieanbieters auf der Insel, OVO, angekündigt. Eon versorgt in Großbritannien bereits rund 5,6 Millionen Verbraucher. Mit OVO sollen weitere rund vier Millionen Kunden hinzukommen. Die Wettbewerbsbehörde muss der Transaktion aber noch zustimmen, die zum Jahr 2030 für zusätzlichen Spielraum bei Eon sorgen soll, wie aus einer Analysten-Präsentation hervorging. Über den Kaufpreis hatten beide Seiten Stillschweigen vereinbart.