Wirtschaft

Prognosen angehoben Ericsson sieht sich von 5G beflügelt

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Der Netzwerkausrüster Ericsson blickt deutlich optimistischer in die Zukunft.

(Foto: REUTERS)

Der Netzwerkausrüster Ericsson sieht am Beginn guter Zeiten. Der neue Standard 5G kommt schneller als gedacht. In der Folge. Das wird die Geschäfte der Schweden antreiben.

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson ist dank massiver Investitionen vor allem in China in 5G-Netze und eines schnelleren Starts der neuen Technologie zuversichtlicher für die kommenden Jahre. Ericsson erhöhte bei Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal die Schätzungen für den Umsatz 2020 und die operative Rendite 2022.

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"5G startet schneller als erwartet", sagte Ericsson-Chef Borje Ekholm. Den Umsatz sieht der Konzern 2020 nun bei 230 Milliarden bis 240 Milliarden schwedischen Kronen oder umgerechnet bis zu 22,2 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll kommendes Jahr über 10 Prozent liegen und zwei Jahre später zwischen 12 und 14 Prozent. Bisher hatte der Konzern für das Jahr 2022 eine Rendite von mehr als 12 Prozent angepeilt.

In den abgelaufenen drei Monaten steigerte die Ericsson AB den weiteren Angaben zufolge den Umsatz um 6,1 Prozent auf 57,1 Milliarden Kronen. Unter dem Strich verzeichnete Ericsson einen Nettoverlust von 6,23 Milliarden Kronen, nachdem im Vorjahr noch 2,75 Milliarden verdient worden waren. Grund für den Verlust ist eine Rückstellung über 11,5 Milliarden Kronen zur Beilegung eines Korruptionsverfahrens in den USA, wie der Konzern ausführte.

Analysten hatten im dritten Quartal einen Umsatz von 56,45 Milliarden Kronen erwartet. Unter dem Strich wurde mit einem Nettoverlust von 7,7 Milliarden Kronen gerechnet.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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