Wirtschaft

Mindestpreis für Whisky und Wein EuGH urteilt gegen Schottland

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A Whisky a day, kepps the doctor away.

(Foto: REUTERS)

Alkoholmissbrauch ist auch in Schottland ein gesellschaftliches Problem. Das Land will mit einem Mindestpreis für alkoholische Getränke gegensteuern. Doch der EuGH verbietet das. Spirituosenriesen wie Diageo oder Pernod Ricard atmen auf.

Am Aktienmarkt ziehen die Titel von Spirituosenkonzernen wie Diageo und Pernod Ricard kräftig an. Sie profitieren damit von einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Dieser hat das Festsetzen von Mindestpreisen für Alkohol in Schottland untersagt. Diageo gewinnen 2,5 und Pernod Ricard 1,5 Prozent.

Der schottische Staat wollte Mindestpreise für alkoholische Getränke wie Whisky oder Wein einführen, um damit den Alkoholmissbrauch zu bekämpfen. Der EuGH regte stattdessen an, die Alkoholsteuer anzuheben.

Zu weitreichende Einschränkung

Gegen das Gesetz hatten Verbände von Herstellern alkoholischer Getränke geklagt; sie befürchteten Wettbewerbsverzerrungen. Die umstrittene Regelung sah einen Mindestpreis von 70 Cent pro 10 Milliliter purem Alkohol vor. Damit hätte eine Flasche Wein mit 12 Prozent Alkohol in Schottland mindestens 6,25 Euro kosten müssen.

Der EuGH sah darin eine zu weitreichende Einschränkung des Marktes, da der Verkauf von alkoholhaltigen Getränken aus anderen EU-Staaten erschwert würde. Die schottische Regierung solle besser die Alkoholsteuern erhöhen. Dies diene dem Kampf gegen den Alkoholmissbrauch umfassender, heißt es im Urteil.

Quelle: ntv.de, bad/DJ