Wirtschaft

"Eine Tragödie" für Europa Experten: 59 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr

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Im schlimmsten Fall könnte die Arbeitslosigkeit in Europa auf 11,2 Prozent klettern (Archivbild aus Griechenland).

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Coronavirus-Pandemie setzt der Weltwirtschaft massiv zu. Allein in Europa erwartet das Beratungsunternehmen McKinsey eine Verdopplung der Arbeitslosigkeit. Im schlimmsten Fall mache sich eine Erholung erst 2024 bemerkbar.

Die Arbeitslosigkeit in Europa könnte sich in den kommenden Monaten fast verdoppeln. Nach Schätzungen des Beratungsunternehmens McKinsey liefen 59 Millionen Arbeitsplätze Gefahr, durch dauerhafte Einbußen wie Lohn- und Arbeitsstundenkürzungen infolge der Coronavirus-Pandemie wegzufallen. "Der Verlust dieser Arbeitsplätze wäre nicht nur eine Tragödie auf individueller Ebene, aus der wirtschaftlichen Perspektive wäre es ebenfalls schmerzhaft", so McKinsey in seinem Bericht.

Das Beratungsunternehmen schätzte für 2020 die Arbeitslosigkeit in dem 27-Mitgliedstaaten-umfassenden Block auf 7,6 Prozent. Eine Rückkehr zu dem Stand vor der Krise könnte erst im 4. Quartal 2021 möglich sein, so die Studie. Für den schlimmsten Fall geht McKinsey davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Europa sogar auf 11,2 Prozent klettern könnte und sich erst in 2024 wieder von den Folgen des Virusausbruchs erhole.

Die Hälfte aller gefährdeten Arbeitsplätze wären im Kundenservice und Vertrieb, Gastronomie und im Baugewerbe. In Europas Großhandels- und Einzelhandelssektor könnten 14,6 Millionen Arbeitsplätze bedroht sein, 8,4 Millionen Arbeitsplätze im Hotelgewerbe und in der Gastronomie sowie 1,7 Millionen in der Kunst- und Unterhaltungsbranche.

Quelle: ntv.de, lri/rts