Wirtschaft

Rekordgewinn dank hoher Ölpreise Exxon streicht 6,9 Millionen Dollar pro Stunde ein

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ExxonMobil zählt in der wissenschaftlichen Literatur zu den einflussreichsten Sponsoren von klimaskeptischen Positionen.

(Foto: picture alliance/dpa/Houston Chronicle via AP)

Der US-Energiekonzern Exxon Mobil kann im vergangenen Jahr einen neuen Rekordgewinn verzeichnen. Angesichts stark gestiegener Ölpreise nimmt der US-Gigant rund 59 Milliarden Dollar ein. Während sich Exxon einen Rechtsstreit mit der EU liefert, sorgen die hohen Gewinne auch im eigenen Land für Kritik.

Der amerikanische Energieriese Exxon Mobil hat dank der hohen Ölpreise im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 59 Milliarden Dollar (54,5 Milliarden Euro) eingefahren und damit rein rechnerisch 6,7 Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) pro Stunde verdient. Von einer Übergewinnsteuer hält Finanzchefin Kathryn Mikells weiter nichts. Diese Abgabe sei das Ergebnis einer "schlechten Politik", sagte sie.

Exxon hat bereits Klage gegen die EU wegen der neuen Steuer eingereicht, die den US-Giganten im vierten Quartal rund 1,3 Milliarden Dollar kostete. Aus Sicht des Energiekonzerns überschreitet die EU mit der beschlossenen Übergewinnsteuer ihre gesetzgeberischen Kompetenzen. Die Behörde in Brüssel hielt dem zuletzt entgegen, die fraglichen Maßnahmen seien in vollem Umfang mit EU-Recht vereinbar.

Exxon setzte mit seinem bereinigten Jahresgewinn von 59 Milliarden Dollar eine neue Höchstmarke für westliche Öl-Firmen. Experten erwarten, dass die Multis dank hoher Preise nach der russischen Invasion der Ukraine und reger Nachfrage für 2022 auf Jahresgewinne von insgesamt fast 200 Milliarden Dollar kommen dürften.

Exxon selbst konnte seinen bisherigen Jahres-Rekord von 45,2 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2008 knacken. Seitdem hat der Konzern die Kosten gedrückt, um seine Profitabilität weiter zu steigern. Die Erträge und der Cashflow lägen doch deutlich über dem Vorjahr, sagte Finanzchefin Mikells. Die Rekordgewinne könnten indes auch in den USA für neue Debatten sorgen. Erst am Freitag hatte die US-Regierung Kritik an Konzernen der Branche geübt, die ihre Gewinne in Ausschüttungen an ihre Aktionäre und nicht für neue Energie-Projekte investierten. Übergewinnsteuern würden dafür sorgen, dass die Industrie weniger Geld in die Erschließung neuer Gas- und Ölfelder stecke, sagte Mikells nun.

Quelle: ntv.de, lno/rts

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