Wirtschaft

Trotz anhaltender Trump-Kritik Fed will Zinsen weiter anheben

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Spannende Tage an der Wall Street: Steigen die Zinsen, fallen in der Regel die Kurse.

(Foto: picture alliance / dpa)

US-Präsident Trump sieht in der Fed die "größte Bedrohung" für sich und kritisiert die Zinspolitik der Notenbank. Doch die Währungshüter, die 2018 den Zins bereits drei Mal angehoben haben, wollen diesen Kurs fortsetzen.

Ungeachtet der Anfeindungen durch US-Präsident Donald Trump will die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) an ihrer Politik der schrittweisen Erhöhung der Leitzinsen festhalten. Weitere Anhebung seien "sehr wahrscheinlich", hieß es in den Protokollen eines Fed-Treffens Ende September. Die Währungshüter verwiesen auf das robuste Wachstum der US-Wirtschaft.

Die Fed hatte den Leitzins Ende September zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Er liegt seitdem im Bereich von 2,0 bis 2,25 Prozent und damit einen Viertelpunkt über dem bisherigen Satz. Es wird damit gerechnet, dass eine weitere Anhebung im Dezember und drei weitere Erhöhungen 2019 erfolgen.

Die Zinspolitik der Fed ist Trump ein Dorn im Auge. Die Notenbank sei "verrückt geworden" und gehe "zu aggressiv" vor, sagte er vergangene Woche als Reaktion auf die Kursabstürze an der Wall Street. Am Dienstag bezeichnete er die Zentralbank als seine "größte Bedrohung. Dass sich ein US-Präsident derart direkt zum Kurs der Fed äußert, ist wegen der Unabhängigkeit der Notenbank ein höchst ungewöhnlicher Vorgang.

Quelle: ntv.de, bad/AFP