Wirtschaft

Angebliche Kinderarbeit wird geprüft Ferrero trennt sich von Zulieferer

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Laut der "Sun" sollen in Rumänien auch Kinder bei der Produktion der Ü-Eier gearbeitet haben.

(Foto: dpa)

Wie kommt das Spielzeug in Überraschungseier? Ferrero lässt sie in Rumänien von einem Zulieferer befüllen. Angeblich arbeiten dort auch Kinder. Laut Ferrero gibt es jedoch keinen Hinweis, dass die Vorwürfe stimmen. Dennoch endet die Zusammenarbeit.

Nach einem Bericht über angebliche Kinderarbeit bei der Produktion von Überraschungseiern in Rumänien hat sich der Süßwarenhersteller Ferrero von einem rumänischen Zulieferer getrennt. Dies teilte Ferrero Deutschland mit. Zwar habe man zunächst keine Hinweise auf Kinderarbeit bei der Produktion der Ü-Eier gefunden, wohl aber "Abweichungen von Ferrero-Richtlinien und -Verträgen". Einzelheiten dazu wurden nicht genannt. Die von Ferrero eingeleiteten Untersuchungen seien noch nicht beendet, hieß es weiter.

Die britische Boulevardzeitung "The Sun" hatte berichtet, dass in Rumänien Familien, auch mit ihren Kindern, die Plastikkapseln für die Ü-Eier mit Spielzeug befüllen. Dies geschehe im Auftrag des Ferrero-Zulieferers Prolegis in Heimarbeit. Rumäniens Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen Verdachts auf Ausbeutung Minderjähriger ein.

Nach eigenen Angaben hatte Ferrero daraufhin zudem unabhängige Prüfer und ein "spezialisiertes Ferrero-Team" nach Rumänien geschickt. Kinderarbeit sei allen Lieferanten strikt untersagt. Die Zulieferer würden regelmäßig durch externe Prüfer untersucht, hieß es von Ferrero. "Bei der jüngsten Überprüfung im Mai 2016 wurde festgestellt, dass der Ferrero-Kodex genauestens eingehalten wird."

Auch das Thema Hygiene macht Ferrero Sorgen: "Die in dem Artikel (der "Sun") geschilderten Hygienebedingungen entsprechen keinesfalls den strengen Qualitätsvorgaben und Ansprüchen von Ferrero", schrieb das Unternehmen. "Die Produktion aller Überraschungseier (die Schokolade wie auch die befüllte gelbe Kapsel)" werde normalerweise "alle 2 Stunden insbesondere hinsichtlich möglicher Keimbelastungen überprüft."

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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