Wirtschaft

Weniger Bedarf an Hilfskrediten Förderbank KfW macht wieder Gewinn

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Die KfW hat im Auftaktquartal wieder Gewinne erwirtschaftet.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Zu Beginn hatte die Corona-Krise der KfW noch einen dicken Verlust eingebrockt. Ein Jahr später hat sich die Situation um 180 Grad gedreht. Alle Geschäftsbereiche tragen zum Gewinn bei. Die etwas nachlassende Nachfrage nach Corona-Hilfe wertet Bank-Chef Bräunig als positives Zeichen.

Die staatliche Förderbank KfW hat nach einem Verlust zu Beginn der Corona-Krise zum Jahresauftakt 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Bankengruppe verbuchte im ersten Quartal einen Konzerngewinn von 569 Millionen Euro nach einem Minus von 592 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Institut mitteilte. Alle Geschäftsfelder hätten nach dem Krisenjahr 2020 überdurchschnittliche Beiträge zum Konzerngewinn geliefert. "Die positive Ertragsentwicklung der KfW des zweiten Halbjahrs 2020 hat sich auch im ersten Quartal 2021 fortgesetzt", erläuterte Vorstandschef Günther Bräunig.

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Krise deutliche Spuren in der KfW-Bilanz hinterlassen. Nach roten Zahlen im ersten Halbjahr war der Konzerngewinn 2020 auf 525 Millionen Euro (Vorjahr rund 1,37 Milliarden) gesunken. Im ersten Quartal des laufenden Jahres profitierte die Förderbank auch von positiven Wertentwicklungen bei Beteiligungen und von Nettoauflösungen bei der Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite.

Zinsgünstige Kredite des Instituts sind in der Corona-Pandemie weiterhin sehr begehrt. "Ein historisch starker Jahresauftakt kennzeichnet das neue Förderjahr", sagte Bräunig. "Wesentlicher Treiber sind die KfW-Corona-Hilfen, wenn auch die Nachfrage im Vergleich zum ersten Corona-Jahr abgeflacht ist." Das sei ein gutes Zeichen. "Die Liquiditätslage der Unternehmen konnte stabilisiert werden, und Deutschland kann auf ein solides konjunkturelles Wachstum im Gesamtjahr 2021 hoffen."

Die KfW unterstützt unter anderem mit Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. In den ersten drei Monaten 2021 stieg das gesamte KfW-Fördervolumen um 24 Prozent auf einen Höchststand zu Jahresbeginn von 24,5 Milliarden Euro. Stark gefragt waren im Inland auch Förderprogramme für energieeffizientes Bauen.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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