Wirtschaft

Dow Jones schließt im Minus Furcht vor Zinsen treibt Anleger zum Verkauf

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Mit Spannung warteten Investoren auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen.

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Mit Sorge erwarten die Börsianer einen weiteren Anstieg der Inflation. Da die US-Notenbank Fed ankündigt, bei ihrer Finanzpolitik eine Kehrtwende zu vollziehen, stoßen viele ihre Wertpapiere ab. Staatsanleihen werden beliebter.

Die Furcht vor weiter steigenden Preisen und rasant anziehenden Zinsen hat die US-Börsen weiter fest im Griff. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 1,2 Prozent tiefer auf 34.308 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 2,2 Prozent auf 13.411 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,7 Prozent auf 4412 Punkte ein. Mit Spannung warteten Investoren auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 12.462,98

Angesichts der drastisch gestiegenen Energiekosten wegen des Ukraine-Kriegs rechneten Experten mit einem Anstieg der US-Verbraucherpreise um 8,5 Prozent im März. Die US-Notenbank Fed hatte zuletzt signalisiert, die Zinsen aggressiv anheben zu wollen, um die steigende Inflation unter Kontrolle zu bringen. Angesichts dieser Aussicht warfen US-Anleger erneut Anleihen aus ihren Depots.

Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Treasuries auf bis zu 2,784 Prozent an und damit auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Bei den Einzelwerten gaben die Aktien des Elektroautoherstellers Tesla um 4,8 Prozent nach.

Musk kommt nicht in Verwaltungsrat von Twitter

In China waren im März wegen der Beschränkungen des Landes zur Eindämmung des erneuten Corona-Ausbruchs insgesamt die Autoverkäufe gesunken. Aktien der in den USA notierten chinesischen Rivalen Li Auto und Xpeng gaben bis zu 2,4 Prozent nach.

Gegen die allgemeine Markttendenz verteuerten sich die Anteilsscheine des Kurznachrichtendiensts Twitter um 1,7 Prozent. Der neue Twitter-Hauptaktionär Elon Musk will entgegen anfänglicher Bekundungen nun doch nicht in den Verwaltungsrat des Unternehmens einziehen. Das gab der Vorstandsvorsitzende Parag Agrawal bekannt.

Musks Berufung sollte eigentlich am Samstag in Kraft treten. Aber "Elon teilte noch am selben Morgen mit, dass er dem Board nicht mehr beitreten wird", schrieb Agrawal auf dem Kurznachrichtendienst. "Ich glaube, dass dies das Beste ist." Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen Nvidia. Die Aktien des US-Chip- und Technologiekonzerns fielen nach einer Herabstufung durch einen Broker um 5,2 Prozent. Trotz des positiv aufgefassten Wahlergebnisses in Frankreich setzen sich Europas Anleger zum Wochenstart nicht "en Marche". Der Dax verlor am Montag 0,6 Prozent auf 14.192 Punkte. Der EuroStoxx50 gab 0,5 Prozent auf 3839 Zähler nach.

Quelle: ntv.de, lve/rts

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