Wirtschaft

Trump verschreckt AnlegerGoldpreis reißt die 5000-Dollar-Marke

26.01.2026, 07:12 Uhr
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Vor zwei Jahren kostete die Feinunze Gold noch gut 2000 Dollar. (Foto: dpa-tmn)

Die geopolitischen Spannungen treiben den Goldpreis im vergangenen Jahr bereits um fast zwei Drittel. Nun knackt die Feinunze den nächsten Rekordwert. Und es dürfte weiter bergauf gehen.

Der Goldpreis ist um 0,75 Prozent auf ein Rekordhoch von 5019,85 Dollar je Feinunze gestiegen. Anleger flüchteten angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen in das als sicherer Hafen geltende Edelmetall.

Zunehmende Spannungen zwischen den USA und der Nato wegen Grönland haben die Rally in diesem Jahr weiter angeheizt. Bereits im Jahr 2025 hatte sich Gold um 64 Prozent verteuert. Gestützt wurde der Preis von einer lockeren US-Geldpolitik, der Nachfrage von Zentralbanken und Rekordzuflüssen in börsengehandelte Fonds (ETF). China hatte seine Goldkäufe im Dezember den 14. Monat in Folge fortgesetzt. "Unsere Prognose für das Jahr ist, dass Gold einen Höchststand von 6400 Dollar je Feinunze bei einem Durchschnitt von 5375 Dollar erreichen wird", sagte der unabhängige Analyst Ross Norman.

Andere Edelmetalle entwickelten sich uneinheitlich. Der Preis für Silber stieg um 2,52 Prozent auf 105,54 Dollar. Platin verbilligte sich dagegen um 0,03 Prozent auf 2766,30 Dollar, während Palladium um 0,31 Prozent auf 2016,25 Dollar zulegte.

Im Januar 2024 hatte der Preis für eine Feinunze Gold noch bei knapp über 2000 Dollar gelegen. Seither stieg der Preis angesichts politischer Krisen, insbesondere der unberechenbaren Politik des US-Präsidenten, konstant an. Anleger seien "zurückhaltend", das Edelmetall "aufzugeben, falls Donald Trump mit einer neuen umstrittenen Idee aufwacht", erklärt Dan Coatsworth, Analyst bei AJ Bell.

Dazu kommt dem Analysten Stephen Innes zufolge die Unsicherheit über die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Die US-Justiz hat Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell eingeleitet. Darin geht es offiziell zwar um gestiegene Kosten bei der Sanierung der Fed-Zentrale in Washington - Powell selbst sieht den eigentlichen Grund jedoch darin, dass er Trumps Forderungen nach stärkeren Zinssenkungen nicht nachgibt. Generell sichern sich Anlegerinnen und Anleger mit Gold und Silber auch gegen die Inflation und Staatsverschuldung ab.

Quelle: ntv.de, chl/rts/AFP

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