Wirtschaft
Der Bitcoin steht bei Anlegern inzwischen deutlich niedriger im Kurs.
Der Bitcoin steht bei Anlegern inzwischen deutlich niedriger im Kurs.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 14. März 2018

Bitcoin geht's an den Kragen: Google verbietet Werbung für Kryptogeld

Google lebt zwar von seinen Werbekunden. Aber Anzeigen für Bitcoin und andere Digitalwährungen will der Internetriese ab Juni nicht mehr einblenden. Der Bitcoin-Kurs verliert daraufhin deutlich an Wert.

Schlechte Nachrichten für Krypto-Fans: Google wird auf seinen Websites keine Werbung mehr für Bitcoin und andere nicht regulierte Digitalwährungen zulassen. Das kündigte der Internetriese bei einer Aktualisierung seiner Anzeigenregeln an.

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Auch verwandte Dinge wie Börsen zum Handel von Kryptowährungen oder Wallets, in denen sie gespeichert werden, dürfen laut der Google-Mutter Alphabet nicht mehr beworben werden. Solche Cyberwährungen ermöglichen einen Zahlungsverkehr unabhängig von Regierungen und Banken. Sie gelten als höchst spekulativ und werden auch immer wieder für Lösegelderpressungen genutzt.

Facebook hatte bereits im Januar unter Hinweis auf Betrugsrisiken für die Nutzer einen ähnlichen Schritt ergriffen. Damit ist Werbung für Kryptowährungen von den beiden größten Anzeigenplattformen im Internet ausgeschlossen.

Google aktualisierte unter anderem auch seine Richtlinien für Glücksspielwerbung. Die Suchmaschine filtert in großem Stil Werbung heraus, die gegen seine Regeln verstoßen. Im vergangenen Jahr seien das 3,2 Milliarden entfernte Anzeigen gewesen, mehr als hundert pro Sekunde, schreibt Google-Manager Scott Spencer in einem Blog-Eintrag.

Darunter seien zum Beispiel 79 Millionen Anzeigen gewesen, die Nutzer auf mit Schadsoftware verseuchte Websites locken wollten. Unter anderem wurden 48 Millionen Anzeigen entfernt, die Nutzer mit einem Trick dazu bringen wollten, unerwünschte Software zu installieren. 

In den vergangenen Jahren habe auch der Betrug mit falschen Nachrichten deutlich zugenommen, die die wachsende Popularität von Online-Nachrichten ausnutzten. Anbieter würden dabei Nutzer durch Fake News auf Websites locken, um Geld zu verdienen. Google verbiete solche Seiten, die Anzeigen mit falschem Inhalt schalten, betont Spencer. Von 11.000 untersuchten Websites blockierte Google demnach über 650, 90 Verlagen wurde gekündigt.

Nach Googles Bekanntgabe verlor der Bitcoin mehr als vier Prozent an Wert. Hacks, regulatorische Eingriffe und die Schließung von Börsen führten zu einer allgemein negativen Stimmung auf den Märkten.

Quelle: n-tv.de