Wirtschaft

Nur gut jeder Zehnte dagegen Große Mehrheit will höheren Mindestlohn

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Viele Menschen in Deutschland finden, Menschen die etwa im Supermarkt arbeiten sollten besser bezahlt werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Selbst unter den FDP-Anhängern gibt es eine Mehrheit, die findet: Der Mindestlohn in Deutschland ist mit 9,35 Euro brutto pro Stunde zu niedrig angesetzt. Eine breite Unterstützung gibt es laut einer Umfrage für 12 Euro.

Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung wünscht sich eine bessere Bezahlung im Niedriglohnbereich. 86 Prozent halten den aktuellen Mindestlohn von 9,35 Euro brutto pro Stunde für zu niedrig, wie laut "Spiegel" eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ergab. Der Wunsch nach höheren Mindestlöhnen zieht sich demnach durch alle Alters- und Einkommensgruppen.

Demnach halten vor allem SPD-Anhänger die Lohnuntergrenze für zu niedrig. Unter ihnen wünschen sich ganze 98 Prozent einen höheren Mindestlohn. Aber mit 55 Prozent teilt selbst eine knappe Mehrheit der FDP-Anhänger diese Meinung. Eine Anhebung auf zwölf Euro pro Stunde, wie die Sozialdemokraten sie fordern, befürworten laut "Spiegel" 78 Prozent aller Befragten.

Die Lohndebatte wird auch durch die Coronakrise geprägt. 93 Prozent fordern dem Bericht zufolge, die Leistung von Beschäftigten in "gesellschaftlich wichtigen Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Gebäudereinigung und in Supermärkten" durch eine bessere Bezahlung zu honorieren. Die Befragung fand den Angaben zufolge bis Anfang Juni statt.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP