Der Börsen-Tag
21. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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15:17 Uhr

US-Anleiherückkäufe könnten Fed ausbremsen

Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen, könnte zwar vorübergehend dazu beitragen, die Renditen langlaufender Anleihen niedriger zu halten, aber auch die Aufgabe der US-Notenbank bei der Eindämmung der Inflation erschweren, schreibt Elwin de Groot von der Rabobank in einer Research Note. "Leichtere Finanzierungsbedingungen durch niedrigere Langfristrenditen passen schlecht zu einer über dem Zielwert liegenden Inflation und erschweren die Aufgabe der Fed, da aus dem Protokoll hervorgeht, dass mehrere Entscheidungsträger bereit waren, die Zinsen im Juli anzuheben", schreibt er.

Anleger könnten zu dem Schluss kommen, dass das Finanzministerium die Emissionen oder Rückkäufe anpassen werde, wann immer die langfristigen Renditen zu schnell stiegen, was einen impliziten 'Treasury Put' schaffe, meint er.

US-Anleiherückkäufe könnten Fed ausbremsen
14:54 Uhr

US-Pharmakonzern zahlt viel Geld für Vergleich in Babynahrungsklage

Abbott vergleicht sich für 670 Millionen US-Dollar in einem Verfahren im Zusammenhang mit Spezialnahrungen für Frühgeborene. Der US-Pharmakonzern legt damit etwa 2000 anhängige Klagen Betroffener bei. Der Großteil des Vergleichs bezieht sich auf die sogenannte Gill-Klage, in der eine Jury im US-Bundesstaat Missouri Abbott zur Zahlung von 495 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt hatte. Die Geschworenen stellten dabei fest, dass das Unternehmen es versäumt hatte, vor dem erhöhten Risiko einer Darmerkrankung durch seine Frühgeborenennahrung zu warnen. Eine Berufung von Abbott gegen das Urteil aus dem Jahr 2024 wurde später abgelehnt.

Abbott erklärte, man habe sich entschieden, sowohl im Fall Gill als auch bei anderen Klagen im Zusammenhang mit der Darmerkrankung der nekrotisierenden Enterokolitis Vergleiche zu schließen, um weitere Berufungen oder Zahlungen von etwa 600 Millionen Dollar allein für den Fall Gill zu vermeiden.

US-Pharmakonzern zahlt viel Geld für Vergleich in Babynahrungsklage
14:28 Uhr

Britische Staatsverschuldung steigt trotz Rekordeinnahmen bei Einkommensteuer

Die britische Regierung hat im Juli mehr Schulden aufgenommen als im Vorjahr. Ein Anstieg der Ausgaben machte die Rekordeinnahmen aus der Einkommensteuer mehr als zunichte. Das Haushaltsdefizit für die ersten vier Monate des Fiskaljahres sank jedoch. Wie das nationale Statistikamt in London mitteilte, wies der Staatshaushalt ein Defizit von 1,8 Milliarden Pfund auf. Dies sei ein Anstieg von 700 Millionen Pfund gegenüber Juli 2025.

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(Foto: picture alliance / Peter Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com)

Im bisherigen Verlauf des Fiskaljahres belief sich die Neuverschuldung auf insgesamt 56,7 Milliarden Pfund. Das sind sechs Milliarden Pfund weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, aber 2,3 Milliarden Pfund mehr als vom Office for Budget Responsibility (OBR) prognostiziert.

Britische Staatsverschuldung steigt trotz Rekordeinnahmen bei Einkommensteuer
14:02 Uhr

Bewegung am Geldmarkt

Der Aufwärtsdruck am langen Ende des europäischen Geldmarktes dauert an. Der Zwölf-Monats-Euribor ist auf rund drei Prozent gestiegen. Damit spiegelt das Geschehen am Geldmarkt die angespannte Lage am Anleihemarkt wider. Leicht positive Nachrichten kommen von der EZB. Die Inflationserwartungen der Konsumenten im Euroraum sind im Juli erneut leicht gesunken. Die Konsumenten erwarten für die nächsten zwölf Monate einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,9 (Juni-Umfrage: 3,0) Prozent. Die Erwartungen auf Sicht von drei Jahren gingen auf 2,7 (2,8) Prozent zurück, während die auf Sicht von fünf Jahren bei 2,4 Prozent verharrten. Angesichts des weiter anziehenden Ölpreises dürften die Inflationsrisiken aber nach oben gerichtet sein. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die EZB im September die Leitzinsen anheben wird und im Anschluss zunächst eine Zinspause einlegen wird.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,18 - 2,38), Wochengeld: 2,13 - 2,38 (2,19 - 2,39), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,57 (2,27 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,49 - 2,69 (2,36 - 2,58), 6-Monats-Geld: 2,68 - 2,87 (2,68 - 2,87), 12-Monats-Geld: 2,82 - 3,15 (2,92 - 3,09), Euribors: 20.08. 19.08. 3 Monate: 2,5070 2,4920, 6 Monate: 2,7370 2,7190, 12 Monate: 2,9900 2,9770

Bewegung am Geldmarkt
13:37 Uhr

US-Börsen etwas fester erwartet

An der Wall Street zeichnen sich zum Wochenausklang leichte Gewinne ab. Der Future auf den S&P-500 verbessert sich um 0,3 Prozent. Teilnehmer sprechen allerdings von Zurückhaltung vor dem Wochenende. So zeichne sich weiterhin keine Lösung im Iran-Krieg ab. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt sogar mit beispiellosen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen den Iran gedroht. Das schürt die Sorgen vor einer erneuten Eskalation. Die Ölpreise geben nach ihrem jüngsten kräftigen Anstieg leicht nach.

Die Renditen am Anleihemarkt zeigen sich wenig verändert. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen, hatte nur kurzfristig für einen Rückgang der Renditen gesorgt, die zuvor bei den Langläufern auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen waren. Am Donnerstag hatten die Renditen ihre Rückgänge wieder vollständig aufgeholt. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fällt um einen Basispunkt auf 4,69 Prozent, die Rendite der Langläufer zeigt sich wenig verändert bei 5,24 Prozent.

US-Börsen etwas fester erwartet
13:11 Uhr

Italiens Bankenmarkt wird durchgewirbelt

Banca Monte dei Paschi di Siena geht im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch den großen Rivalen Intesa Sanpaolo in die Offensive. Monte dei Paschi legte gleichzeitig Übernahmeangebote im Wert von zusammen 34 Milliarden Euro für die norditalienische Banco BPM und die Banca Generali vor, die mehrheitlich dem gleichnamigen Versicherungskonzern gehört. Vorstandschef Luigi Lovaglio will damit die als feindlich erachtete, 36 Milliarden Euro schwere Übernahme durch Intesa verhindern.

Das Management wehrt sich seit Juni gegen den Vorstoß, und auch die Regierung von Giorgia Meloni sieht ihn skeptisch, weil er den Wettbewerb auf dem italienischen Bankenmarkt beeinträchtigen könnte. Intesa ist schon jetzt die größte Bank des Landes, noch vor UniCredit. Monte dei Paschi (MPS) hatte im vergangenen Jahr bereits die Mediobanca geschluckt. Mit den beiden weiteren Übernahmen entstünde laut MPS Italiens drittgrößte Bank mit einer addierten Bilanzsumme von 466 Milliarden Euro. MPS erhofft sich daraus Synergien von rund 2,6 Milliarden Euro.

Italiens Bankenmarkt wird durchgewirbelt
12:44 Uhr

Frühes Champions-League-Aus brockt BVB Verlust ein - Aktionäre gehen leer aus

Das frühe Ausscheiden aus der Champions League hat Borussia Dortmund in der vergangenen Saison in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im Bilanzjahr 2025/26 ein Konzernverlust von 21,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6,5 Millionen im Jahr zuvor, wie der börsennotierte Fußball-Bundesligist mitteilte. Die Aktionäre sollen daher leer ausgehen, die Dividende gestrichen werden.

Als Hauptgrund für den Umsatzschwund auf 460,5 (Vorjahr: 526) Millionen Euro nannte das Management deutlich geringere Einnahmen aus der TV-Vermarktung. Der BVB hatte in der Königsklasse nur das Achtelfinale erreicht, während zuvor der Sprung ins Viertelfinale gelang. Positiv entwickelten sich dagegen erneut die Werbeerlöse. Ein dickes Plus bei den Spielerverkäufen verhinderte zudem Schlimmeres: Das Ergebnis aus Transfergeschäften stieg auf 59,3 (37,8) Millionen Euro. Zudem konnte der Fußballverein die Personalkosten leicht senken.

Frühes Champions-League-Aus brockt BVB Verlust ein - Aktionäre gehen leer aus
12:31 Uhr

Deutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex deutlich stärker als erwartet

Die deutsche Industrie ist im August trotz Belastungen durch das Rekord-Niedrigwasser am Rhein so kräftig gewachsen wie seit über vier Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex stieg überraschend um 1,9 Zähler auf 54,1 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Unternehmensbefragung mitteilte. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang auf 52,0 Punkte erwartet.

"In der Industrie hat die Erholung wieder an Schwung gewonnen, nachdem es im zweiten Quartal Anzeichen für eine Stagnation gegeben hatte", sagte Phil Smith, Ökonom bei S&P Global Market Intelligence. "Produktion, Auftragseingänge und Exporte sind allesamt so stark gestiegen wie seit Anfang 2022 nicht mehr." 

Deutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex deutlich stärker als erwartet
12:10 Uhr

Dax leicht im Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich nach unentschiedenem Beginn in die Gewinnzone begeben. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,2 Prozent höher bei 26.042 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,4 Prozent auf 6446 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent fester bei 1,1704 US-Dollar.

Dax leicht im Plus
11:46 Uhr

USA haben mit Schulden "kritischen Punkt überschritten"

Die USA haben Schulden in Milliardenhöhe. Zudem fließt laut Moritz Kraemer mehr Geld in Zinsen als in die Verteidigung. "Erschwerend kommt hinzu, dass die USA eine extrem kurzfristige Verschuldung haben", analysiert der LBBW-Chefvolkswirt im ntv-Interview und rät zu politisch mutigen Entscheidungen.

USA haben mit Schulden "kritischen Punkt überschritten"
11:27 Uhr

Maschinenbau rettet Halbjahr mit starken Exporten im Juni

Starke Exporte im Juni haben dem kriselnden deutschen Maschinenbau Rückenwind gegeben und Einbußen im ersten Halbjahr begrenzt. Von Januar bis Juni wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3 Milliarden Euro exportiert, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt am Main mitteilte. Damit sanken die Ausfuhren nominal um 0,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum, preisbereinigt stand ein Minus von 2,5 Prozent.

Im Geschäft mit den USA bremsten zwar die Zollpolitik von Präsident Donald Trump und der starke Euro. Dennoch konnten die Exporte im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro zulegen dank einer Stabilisierung im zweiten Quartal.  Dagegen brachen die Exporte nach China im ersten Halbjahr um fast 14 Prozent ein auf gut sieben Milliarden Euro. Das Geschäft mit der EU legte 1,3 Prozent leicht zu, dank wichtiger Märkte wie Frankreich und den Niederlanden

Maschinenbau rettet Halbjahr mit starken Exporten im Juni
11:03 Uhr

Fielmann-Aktienkurs rauscht runter

Eine Prognosesenkung hat die Aktie von Fielmann einbrechen lassen. Das Papier des Brillenherstellers verliert 7,2 Prozent. Fielmann hatte am Donnerstag nach Börsenschluss seine Ziele für das Geschäftsjahr 2026 gekappt. Für Enttäuschung sorgte laut Analysten vor allem der Zeitpunkt der Prognosesenkung. Die Umsatz- und Gewinnwarnung komme nur sechs Wochen, nachdem das Management die Ziele bei der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen noch bekräftigt hatte, merken die Experten der Privatbank Berenberg an.

Fielmann-Aktienkurs rauscht runter
10:45 Uhr

Sprung über 70.000-Dollar-Marke: Ist das die Trendwende beim Bitcoin?

Lange haben die Anleger darauf gewartet, jetzt scheint der Knoten geplatzt: Der Bitcoin bewegt sich innerhalb von zwei Tagen mit einem Riesensatz nach oben. Aber ist das nachhaltig oder eine nur zu schnelle Reaktion auf Marktverschiebungen bei Zinsen und Währungen? ntv-Börsenexperte Friedhelm Tilgen ordnet ein.

Sprung über 70.000-Dollar-Marke: Ist das die Trendwende beim Bitcoin?
10:30 Uhr

Wer zu den Gewinnern und Verlierern gehört

Lange galten Softwareaktien als Verlierer des KI-Booms. Inzwischen schaut der Kapitalmarkt genauer hin - denn nicht jedes Geschäftsmodell ist durch künstliche Intelligenz gleichermaßen bedroht. Raimund Brichta spricht mit Henrik Muhle von der Fondsgesellschaft Gané darüber, wo sich Chancen ergeben und worauf Anleger jetzt achten sollten.

Wer zu den Gewinnern und Verlierern gehört
10:07 Uhr

Gold und Silber deutlich teurer

Die Preise für Gold und Silber legen zum Wochenschluss zu. Eine Feinunze Gold kostet etwa 4563 Dollar und damit 1,0 Prozent mehr als noch im gestrigen Geschäft. Silber verteuert sich um 1,8 Prozent auf 69,31 Dollar.

Gold dürfte weiterhin auf die sich ändernden geldpolitischen Erwartungen reagieren, so Tony Sage von Critical Metals. Ein Umfeld höherer Zinsen belastet typischerweise das zinslose gelbe Metall. Anstehende Wirtschaftsdaten, einschließlich Arbeitsmarkt- und Inflationszahlen, könnten die Stimmung beeinflussen, wobei schwächere Werte wahrscheinlich die Wetten auf eine weniger hawkishe Fed anheizen dürften, erklärt der Marktstratege.

Gold und Silber deutlich teurer
09:47 Uhr

Gewinnmitnahmen am Ölmarkt

Nach dem zuletzt deutlichen Preisanstieg beim Öl verbilligen sich die Notierungen für Brent und WTI leicht. Das Nordseeöl und das US-Leichtöl kosten mit 93,25 beziehungsweise 86,22 Dollar je Fass jeweils 0,6 Prozent weniger. Versorgungsängste wegen des anhaltenden Nahost-Konflikts haben die Preise zuletzt auf den höchsten Stand seit knapp vier Wochen getrieben. Am Donnerstag fuhren laut Daten des Schiffsverfolgungsdienstes Kpler nur sieben Frachter durch die Straße von Hormus – lediglich die Hälfte des Vortages. Vor dem Krieg passierte fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte die Meerenge.

Gewinnmitnahmen am Ölmarkt
09:30 Uhr

"Mir gefällt dieses Rumgenörgel nicht"

Der Vorstandsvorsitzende des Dax-Konzerns Siemens Healthineers, Bernhard Montag, hat die Anspruchshaltung vieler Wirtschaftslenker in Deutschland gegenüber der Politik kritisiert. "Mir persönlich gefällt dieses Rumgenörgel einfach nicht. Weil ich sage: Das sind Unternehmen, wir sind nicht in einer Planwirtschaft oder Staatswirtschaft", sagte Montag der dpa. "Dauernd auf die Regierung zu schauen, finde ich schwierig."

Ein Teil der Wirtschaftsführer verhalte sich in Bezug auf politisches Handeln so, wie sie es ihren Mitarbeitern gerne vorwerfen: "Es ist dieses Verhalten, das man Arbeitnehmern gerne mal vorwirft: Ich habe ein Recht, dass da jemand was für mich zur Seite räumt und ich glaube, da ist ein fundamentales Missverständnis drin", erklärte der Vorstandschef des weltweit tätigen Medizintechnik-Konzerns.

Siemens Healthineers ist die ehemalige Medizintechniksparte von Siemens und ging im Jahr 2018 an die Börse. Siemens blieb jedoch Hauptaktionär. Das Unternehmen stellt Geräte und Systeme her, mit denen Krankheiten wie etwa Krebs diagnostiziert, überwacht und behandelt werden können.

Montag habe nicht das Verständnis, dass die Regierung für Wirtschaftswachstum verantwortlich sei, sagte der Manager. Und es liege auch nicht an deutscher Bürokratie oder fehlenden Baugenehmigungen, dass hierzulande kein Unternehmen wie etwa der US-Chiphersteller Nvidia entstanden sei. Nvidia stellt Hochleistungschips für KI-Anwendungen her und gehört zu den börsennotierten Unternehmen mit den derzeit höchsten Marktkapitalisierungen weltweit.

"Mir gefällt dieses Rumgenörgel nicht"
09:13 Uhr

Der Dax gibt alles

Der Dax kämpft zum Wochenschluss wieder um die Rückkehr über die 26.000er-Marke. Aktuell notiert er im Bereich von 25.985 Punkten noch darunter. Gestern hatte er nach einem Minus von 0,4 Prozent mit 25.983 Zählern geschlossen. Ein Rückgang bei den Ölpreisen stützt Marktteilnehmern zufolge etwas.

Der Dax gibt alles
08:58 Uhr

Erster Großstreik bei VW-Rivalen seit zehn Jahren

Bei dem südkoreanischen Autobauer Hyundai Motor haben die Beschäftigten den ersten Großstreik seit zehn Jahren begonnen. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ein höheres Renteneintrittsalter sowie den Schutz von Arbeitsplätzen vor Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung fordert. Neben höheren Boni verlangen die Arbeitnehmervertreter Garantien für den Erhalt von Stellen, da der Konzern ab 2028 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern plant.

Der eintägige Ausstand, an dem sich auch Beschäftigte der Schwesterfirma Kia sowie Beschäftigte von Zulieferern beteiligen, spiegelt die wachsende Unruhe in der südkoreanischen Arbeitswelt wider. Einer Schätzung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben Teilstreiks seit Ende Juli bereits zu einem Produktionsausfall von rund 55.200 Fahrzeugen im Wert von 1,67 Milliarden Dollar geführt. Die Gewerkschaft zeigte sich weiter offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche, drohte jedoch mit weiteren Streiks, falls das Management keine zukunftsweisenden Vorschläge vorlege. Hyundai erklärte seinerseits, man setze auf eine Lösung durch Dialog.

Erster Großstreik bei VW-Rivalen seit zehn Jahren
08:40 Uhr

Fresenius baut FMC-Beteiligung ab

Fresenius baut seine Beteiligung am Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) weiter ab. 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro seien an institutionelle Investoren abgegeben worden, teilte der Gesundheitskonzern mit. Fresenius reduziert seinen Anteil damit auf rund 25,0 von 27,8 Prozent. "Mit diesem Schritt schaffen wir zusätzlichen Spielraum, um Kapital gezielt in unsere Wachstumsplattformen zu investieren", sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Mit dem Erlös will Fresenius aber auch Schulden abbauen.

Sen treibt seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren den Umbau von Fresenius voran. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf die operativen Töchter Kabi und Helios. Der wichtigste Schritt war dabei die Entkonsolidierung der einstigen Sorgentochter FMC aus der Bilanz vor drei Jahren. Damals hielt Fresenius noch 32,2 Prozent.

Fresenius baut FMC-Beteiligung ab
08:20 Uhr

Fielmann kappt Ausblick

Fielmann nimmt die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Jahr zurück. Deutschlands größte Optikerkette begründete den Schritt am Donnerstagabend mit der schwachen Konjunktur und der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland, wo Fielmann rund 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet. Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 2,50 bis 2,55 Milliarden Euro rund 50 Millionen geringer ausfallen als gedacht, das entspreche einem Wachstum von maximal fünf statt bis zu sieben Prozent. Dabei gehe Fielmann von einer Beschleunigung des Umsatzwachstums aus, dank mehr Personal und höherer Produktivität.

Die gebremste Umsatzentwicklung wirke sich in diesem Jahr aber auch auf das Ergebnis aus, weil Kostendisziplin nur einen Teil der Umsatzeinbußen abfedern könne. Fielmann erwarte deshalb für 2026 nur noch ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 bis 580 Millionen Euro. Die Spanne liege um 30 Millionen Euro unterhalb der bisherigen Zielmarke. Die bereinigte Umsatzrendite vor Steuern werde bei zwölf Prozent liegen; bisher hatte Fielmann bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt.

Fielmann kappt Ausblick
08:02 Uhr

Holt der Dax die 26.000 zurück?

Der Dax wird kaum verändert in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex 0,4 Prozent tiefer bei 25.983 Punkten geschlossen. Anziehende Ölpreise und wieder steigende Anleiherenditen belasteten die Börse. Auch die US-Börsen schwächelten.

Im heutigen Fokus stehen die Einkaufsmanagerindizes. Die deutsche Wirtschaft dürfte im August trotz neuer Belastungen für die Industrie auf Wachstumskurs geblieben sein. Ökonomen sagen für den Einkaufsmanagerindex der Privatwirtschaft einen unveränderten Wert von 51,3 Punkten voraus. Auch für die Eurozone und die USA erwarten sie Werte über 50, die ein Wachstum signalisieren.

Holt der Dax die 26.000 zurück?
07:45 Uhr

US-Staatsverschuldung beschäftigt Devisenmarkt

Sorgen über die ausufernde US-Staatsverschuldung und einen möglichen Kaufkraftverlust des Dollars haben die US-Währung auf Wochensicht unter Druck gesetzt. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar dennoch geringfügig auf 158,92 Yen und legt leicht auf 6,7231 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7989 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1696 Dollar und zieht leicht auf 0,9344 Franken an.

US-Staatsverschuldung beschäftigt Devisenmarkt
07:28 Uhr

Tesla will E-Laster in Europa verkaufen

Tesla will seinen um Jahre verzögerten Elektro-Sattelschlepper auch in Europa auf den Markt bringen. Details zur Einführung des Tesla Semi sowie technische Daten soll es auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover geben, wie der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Autobauer ankündigte. Die Messe läuft in diesem Jahr vom 15. bis 20. September, zuvor gibt es am 14. September einen Pressetag.

Teslas Sattelschlepper wurde bereits 2017 vorgestellt und sollte nach damaligen Ankündigungen ursprünglich 2019 in die Produktion gehen. Doch Tesla schob den Start mehrfach auf, etwa unter Verweis darauf, dass Batterien dringender für Autos wie den Bestseller Model 3 gebraucht würden. Die Produktion in größeren Stückzahlen lief schließlich im April dieses Jahres im US-Bundesstaat Nevada an. In den USA wurden erste Tesla-Laster an Kunden wie den Getränke- und Snackkonzern PepsiCo ausgeliefert. Tesla gibt für den Semi eine geschätzte Reichweite von bis zu gut 800 Kilometern mit einer Batterieladung an.

Tesla will E-Laster in Europa verkaufen
07:11 Uhr

Chip-Gigant will weitere Fabrik bauen

SK Hynix erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Bau einer Fabrik in Japan. Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller könnte einen zweistelligen Billionenbetrag in der Landeswährung Won in das Projekt in der Präfektur Miyagi investieren, berichtete die Zeitung "Hankyoreh" unter Berufung auf Insider. Mit der Investition im Nordosten des Landes wolle der Konzern seine Produktionskapazitäten angesichts der weltweit wachsenden Nachfrage nach Speicherchips ausbauen.

Der Vorsitzende der SK Group, Chey Tae-won, habe die Region, die als eines der japanischen Zentren für die Halbleiterindustrie gilt, kürzlich besucht. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies dem Bericht zufolge die erste großangelegte Investition eines südkoreanischen Chip-Herstellers in eine japanische Halbleiterfabrik.

Chip-Gigant will weitere Fabrik bauen
06:53 Uhr

US-Renditen drücken Anlegerstimmung

Steigende US-Anleiherenditen und geopolitische Spannungen setzen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang zu. Der Nikkei-Index gibt 0,3 Prozent auf 66.008,45 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,1 Prozent niedriger bei 4054,66 Zählern. In China bleibt der Shanghai Composite fast unverändert bei 3904,46 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt dagegen um 0,5 Prozent auf 4615,62 Punkte.

In Japan stützen robuste Konjunkturdaten den Markt nur bedingt, obwohl die Industrie im August so schnell wuchs wie seit 2018 nicht mehr. "Die Fabriken verzeichneten einen starken Anstieg bei Produktion und Neuaufträgen", erklärt Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch drückt die anziehende Inflation die Stimmung, da sie eine weitere Zinserhöhung der japanischen Notenbank wahrscheinlicher macht.

In China hoffen Anleger derweil auf weitere staatliche Unterstützung für die stotternde Wirtschaft. Vize-Finanzminister Liao Min kündigte an, man werde zeitnah zusätzliche fiskalpolitische Maßnahmen auf den Weg bringen. Weltweit sorgen jedoch die rasant steigenden US-Schulden und die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, die Anleihekäufe auszuweiten, für Nervosität. Analysten bezweifeln, dass die US-Regierung das Haushaltsdefizit in den Griff bekommt. "Historisch gesehen wehren sich die Märkte, wenn sie glauben, dass die Fundamentaldaten wie Rekordschulden auf ihrer Seite sind", warnt Stratege Steven Zeng von der Deutschen Bank.

US-Renditen drücken Anlegerstimmung
06:35 Uhr

China reagiert auf schwächelnde Wirtschaft

China will seine schwächelnde Wirtschaft mit weiteren fiskalpolitischen Maßnahmen stützen. Die Regierung werde rechtzeitig auf die wirtschaftlichen Entwicklungen reagieren, kündigte Vize-Finanzminister Liao Min an. Die Staatsausgaben sollten weiter optimiert werden, wobei der Schwerpunkt stärker auf Investitionen in die Bevölkerung und der Ankurbelung des Binnenkonsums liegen müsse, sagte er. Zudem wolle die Volksrepublik ihre Finanz- und Steuerreformen vertiefen. Die Verhinderung neuer, versteckter Schulden der Lokalregierungen müsse dabei eine "eiserne Disziplin" bleiben, erklärte Liao weiter.

Die chinesische Führung hatte auf der Sitzung des Politbüros im Juli zugesagt, die Wirtschaft zu stützen. Dabei sollen die Ausgaben für budgetierte Infrastrukturprojekte für den Rest des Jahres beschleunigt werden, anstatt große neue Konjunkturpakete aufzulegen. Die Zentralbank hatte Anfang des Monats mitgeteilt, sie werde an einer angemessen lockeren Geldpolitik festhalten und bei Bedarf wirksame Maßnahmen ergreifen.

China reagiert auf schwächelnde Wirtschaft
06:17 Uhr

Inflation in Japan zieht an 

Die Kerninflation in Japan hat sich im Juli beschleunigt und damit die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die Notenbank erhöht. Der Kernindex der Verbraucherpreise, der frische Lebensmittel ausschließt, stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Dies entsprach den Erwartungen der Analysten. Im Juni hatte die Rate bei 1,6 Prozent gelegen.

Als Grund für den Anstieg gilt, dass Unternehmen die höheren Importkosten an die Verbraucher weitergeben. Diese resultieren aus einem schwachen Yen sowie den Folgen des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Die Daten könnten eine wichtige Rolle bei der nächsten Zinssitzung der Bank of Japan (BOJ) am 17. und 18. September spielen. Experten gehen davon aus, dass die Währungshüter den Leitzins dann von einem Prozent auf 1,25 Prozent anheben werden.

Inflation in Japan zieht an 
05:58 Uhr

Negativserie nimmt kein Ende

Der Dax wird diese Handelswoche mit einem Minus beenden. Daran dürfte auch der letzte Handelstag nichts ändern. Gestern schloss der deutsche Börsenleitindex 0,4 Prozent schwächer mit 25.983 Punkten und damit unter der 26.000er-Marke.

Die Lage im Nahen Osten bleibt vertrackt nach Ablauf des ohnehin brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus täglich passieren, ist in den zweistelligen Bereich gefallen. Ein Friedensvertrag ist nicht in Sicht. Das eröffnet Aufwärtspotenzial für den Ölpreis. Allerdings besteht noch ein gewisser Puffer zu der für die Märkte psychologisch wichtigen Hürde von 100 Dollar.

Zum Wochenschluss gestaltet sich die Agenda recht ruhig. Ein Blick lohnt dann aber doch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Diese dürfte im August trotz neuer Belastungen für die Industrie auf Wachstumskurs geblieben sein. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft soll bei 51,3 Punkten verharren, sagen Ökonomen voraus. Das Barometer signalisiert bereits ab 50 ein Wachstum. Die Industrie allein dürfte nur wenig Schwung verloren haben: Hier wird ein Rückgang von 52,2 auf 52,0 Punkte erwartet.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Negativserie nimmt kein Ende