Wirtschaft

Hersteller Sonova baut umSennheiser steht zum Verkauf

23.03.2026, 11:43 Uhr
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Die Audio-Marke Sennheiser kommt auf den Markt. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Künftig soll das Kerngeschäft mit Hörgeräten und Implantaten noch mehr im Zentrum stehen. Dafür stößt das Schweizer Unternehmen Sonova seine Consumer-Hearing-Sparte ab.

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova will sich von seinem Geschäft mit Kopfhörern der Marke Sennheiser trennen und peilt in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum an. Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 soll der Umsatz auf sechs Milliarden Franken steigen, teilte das Unternehmen anlässlich des Strategie-Updates des neuen Konzernchefs Eric Bernard mit. Im Geschäftsjahr 2024/25 kam Sonova auf einen Umsatz von knapp 3,9 Milliarden Franken.

Um sich künftig vollständig auf das Kerngeschäft mit medizinischen Hörgeräten und Cochlea-Implantaten zu konzentrieren, stehe die Consumer-Hearing-Sparte zum Verkauf. Dieser Bereich operiere unter der Marke Sennheiser. Ziel sei es, den bestmöglichen Eigentümer für dieses Geschäft zu finden. 2025 wurde Sennheiser zudem vom Bundeskartellamt zu einer Zahlung von sechs Millionen Euro verdonnert. Der Vorwurf: Die Firma habe jahrelang Einfluss auf Händler genommen, um höhere Preise im Laden zu erreichen.

Mittelfristig peile Sonova in Lokalwährungen ein jährliches Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent sowie einen Anstieg beim operativen Kernergebnis (Ebit) von sieben bis zwölf Prozent an. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2025/26 dämpfte der Konzern jedoch die Erwartungen leicht. Das Wachstum werde voraussichtlich am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne liegen, hieß es weiter.

Bislang hatte Sonova währungsbereinigt ein Umsatzplus von fünf bis neun Prozent sowie einen Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn (Ebita) von 14 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt. Das Unternehmen verwies zugleich auf eine weiterhin solide Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr und gewonnene Marktanteile im Großhandelsgeschäft.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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