Wirtschaft

Aus Heimatliebe Hopp würde 80 Prozent Steuern zahlen

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Hopp unterstützt die TSG Hoffenheim - wo er selbst in seiner Jugend Fußball spielte - und förderte ihren Aufstieg in die erste Fußballbundesliga.

(Foto: imago/ULMER Pressebildagentur)

Multi-Milliardär Dietmar Hopp ist einer der reichsten Deutschen. In einem Interview verrät er, dass er Deutschland aus Steuergründen nie verlassen würde und warum er eine Erhöhung der Steuern für Reiche dennoch für eine schlechte Idee hält.

Für SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wären höhere Steuern für Reiche kein Grund für einen Umzug ins Ausland. "Ich würde hierbleiben, auch wenn ich 80 Prozent Steuern zahlen müsste", sagte Hopp in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Auf die Frage, ob der Grund dafür Heimatliebe ist, antwortete er: "Klar. Wer hat die nicht?"

Allerdings halte er nichts davon, wenn der Staat den Reichen mehr Geld abnimmt, um es umzuverteilen, erzählte der 78-Jährige. "Erstens hätte ich dann weniger Geld für meine Stiftung. Und zweitens würden die anderen Reichen dann vermutlich alle abtauchen. Da hat doch keiner Hemmungen, nach Monaco zu ziehen."

1972 hatte Hopp mit vier IBM-Kollegen das Softwareunternehmen SAP gegründet, das seinen Sitz im baden-württembergischen Walldorf hat. Einen Großteil seiner SAP-Aktien brachte Hopp 1995 in die nach ihm benannte Stiftung ein. Sie fördert Projekte in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung - vorwiegend im Rhein-Neckar-Gebiet.

Rund 700 Millionen Euro seien seitdem für gemeinnützige Projekte geflossen, sagte Hopp. "Ich habe so viel Geld, das mir die Gesellschaft ermöglicht hat. Ich will etwas zurückgeben", sagte Hopp. "Und ich weiß nicht, warum nicht mehr Leute so denken wie ich."

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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