Wirtschaft

Suchanfragen schießen nach oben "House of Gucci" sorgt für Handtaschen-Hype

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Lady Gaga verkörpert in dem Film die langjährige Ehefrau des Modehaus-Erben Maurizio Gucci.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

In den USA ist der Film "House of Gucci" bereits in den Kinos gestartet, in Deutschland geht es am Donnerstag los. Die Luxusmarke profitiert bereits immens - das Interesse an Gucci-Produkten nimmt kräftig zu.

Ein Film über ein ikonisches Modehaus, inszeniert von einem der renommiertesten Regisseure der Welt, in den Hauptrollen mehrere Schauspiel- und Pop-Superstars - der Film "House of Gucci" ist für das Unternehmen ein Glücksfall. Und das, obwohl es in dem Film um einen Mord geht.

Dem "Guardian" zufolge lagen die Suchanfragen für Gucci-Artikel am vergangenen Freitag mehr als 70 Prozent über dem Niveau von einer Woche zuvor. Der E-Commerce-Datenspezialist Lovethesales.com registrierte demnach allein bei Handtaschen ein Plus von fast 260 Prozent.

Es sieht also ganz danach aus, dass Gucci durch den Film viel Geld verdient. Er beruht auf wahren Geschehnissen und erzählt die Geschichte des Gucci-Clans in den 1970er bis 1990er Jahren. Im Mittelpunkt steht die heute 72-jährige Patrizia Reggiani, die langjährige Ehefrau des Modehaus-Erben Maurizio Gucci. Nachdem Gucci 1994 die Scheidung eingereicht hatte, heuerte Reggiani einen Auftragsmörder an, der Gucci erschoss. Reggiani wurde zu 29 Jahren Haft verurteilt und kam nach 16 Jahren wieder frei.

Offiziell hat die Modefirma mit dem Film nichts zu tun. Gucci habe lediglich einige Produkte und Requisiten zur Verfügung gestellt und erlaubt, dass eine Szene im Flagship-Geschäft in Rom gedreht wurde.

Reggiani ist sauer auf Lady Gaga

Doch so ganz ohne Berührungspunkte kommt die Beziehung zwischen Filmemachern und Unternehmen nicht aus. Salma Hayek, die eine kriminelle Wahrsagerin verkörpert, ist mit François-Henri Pinault verheiratet. Der Franzose ist Chef vom Kering-Konzern, zu dem die Marke Gucci gehört. Schauspieler Jared Leto macht Werbung für Gucci und ist mit Gucci-Manager Alessandro Michele befreundet. Derweil postet Gucci auf seinen Social-Media-Kanälen Fotos von Lady Gaga, die in dem Film Reggiani spielt. "Der Film erzählt die Geschichte aus der Mode-Perspektive", sagte Julie Zerbo vom Mode-Medium "The Fashion Law" dem "Guardian". "Also nutzt Gucci ihn, um das eigene Narrativ zu verbreiten."

Im Gegensatz zur Modefirma ist Reggiani mit dem Film überhaupt nicht zufrieden. Sie ärgere sich über Lady Gaga, da diese nicht das "Feingefühl" gehabt habe, sie persönlich zu treffen. Das sei eine Frage des Respekts.

Quelle: ntv.de, jga/dpa

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