Wirtschaft

Investitionen steigenImmobilienmarkt kommt wieder etwas mehr in Schwung

02.02.2026, 09:48 Uhr
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Der Branchenverband IVD registrierte im vergangenen Jahr wieder mehr Investitionen in Immobilien (Foto: picture alliance / Wagner)

Angesichts gesunkener Zinsen ist auf dem deutschen Immobilienmarkt wieder mehr Geld bewegt worden. Allerdings ging der Zuwachs vor allem auf den Kauf und Verkauf von bestehenden Häusern zurück. Von früheren Werten ist der Markt aber weiter deutlich entfernt.

Auf dem deutschen Immobilienmarkt ist im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Geld ausgegeben worden. Insgesamt wurden 284,4 Milliarden Euro in private und gewerbliche Immobilien investiert, wie aus einer Hochrechnung des Branchenverbands IVD hervorgeht. Das sind 17,5 Prozent mehr als 2024. Der Anstieg im vergangenen Jahr wurde laut IVD vor allem von Deals mit Bestandsimmobilien getragen. Neubauprojekte spielten nur eine Nebenrolle.

Höhere und plötzlich steigende Zinsen ab 2022 hatten viele Deals auf dem Immobilienmarkt platzen lassen oder auf Eis gelegt. Mittlerweile hat sich die Inflation aber wieder auf einem normaleren Niveau eingependelt, sodass die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder gesenkt hat. Der Zinsschock hatte 2023 und 2024 zu einem vergleichsweise geringen Transaktionsvolumen geführt.

"Die Zahlen zeigen eine klare Erholung", sagte IVD-Präsident Dirk Wohltorf, dessen Verband Makler und Immobilienverwalter vertritt. Die politischen Rahmenbedingungen stimmten aber nicht. Nötig seien bessere Abschreibungsbedingungen, eine niedrigere Grunderwerbsteuer und verlässliche Förderprogramme. Zum Vergleich: 2021 und 2022 lag das Transaktionsvolumen noch bei 353 beziehungsweise 329 Milliarden Euro.

In Deutschland gibt es bis 2030 einen Bedarf von rund 320.000 neuen Wohnungen pro Jahr, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vergangenes Jahr ermittelt hatte. Besonders hoch ist der Bedarf in Großstädten und im Süden Deutschlands. Das größte Plus beim Transaktionsvolumen gab es 2025 in Brandenburg mit knapp 45 Prozent. Auch Hamburg, Sachsen, das Saarland und Schleswig-Holstein verzeichneten kräftige Zuwächse.

Die Schätzung basiert auf Daten des Bundesfinanzministeriums zu den Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sowie Länderdaten. Erfasst wurden alle privaten und gewerblichen Transaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten war.

Quelle: ntv.de, jwu/rts