Wirtschaft

Mysteriöser Säureanschlag 2018 Innogy-Manager zeigt sich wieder

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Innogy-Manager Günther zeigt sich bei der Bilanzpressekonferenz in Essen.

(Foto: dpa)

Ein Jahr nach einem Säureanschlag tritt Innogy-Manager Bernhard Günther erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf. Bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens zeigt er sich erfreut, "hier zu sein". Wer ihn beim Joggen mit Säure übergoss, ist bis heute unklar.

Innogy-Manager Bernhard Günther, der im März 2018 Opfer eines Säureattentats wurde, ist erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Günther stellte bei der Bilanzpressekonferenz die Geschäftszahlen des Essener Energiekonzerns für das vergangene Jahr vor. Er freue sich, "heute hier zu sein", sagte der 52-Jährige. Das sei "vor einem Jahr alles andere als klar gewesen".

Günther war am 4. März 2018 nach dem Joggen mit Freunden kurz vor seinem Wohnhaus in Haan bei Düsseldorf überfallen worden. Nachdem er sich von seinen Laufpartnern getrennt habe, hätten ihm zwei jüngere Männer aufgelauert. "Einer hat mich zu Boden geworfen und festgehalten. Der andere hat ein Gefäß geöffnet und über mir entleert." Der Angriff habe nur wenige Sekunden gedauert, die Täter hätten nichts gesagt. Er sei dann nach Hause gelaufen, habe möglichst viel von der Flüssigkeit abgewaschen und selbst den Notruf gewählt.

Günther wurde wenige Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen und nahm bald darauf die Arbeit wieder auf. Die Täter sind bis heute nicht ermittelt. Die Polizei hatte zuvor versucht, sie mithilfe einer Plakataktion zu finden. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte ihre Ermittlungen im September eingestellt.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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