Wirtschaft

US-Sanktionen zeigen Wirkung Iran rationiert Benzin

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An den Tankstellen in Teheran gelten ab morgen neue Preise.

(Foto: REUTERS)

Der Iran steckt in einer akuten Wirtschaftskrise. Präsident Hassan Ruhani muss handeln. Um das Problem in den Griff zu bekommen, entscheidet er sich dafür, den Kraftstoff zu rationieren, und bringt damit das Volk gegen sich auf.

Der ölreiche Iran muss wegen der akuten Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit den US-Sanktionen das Benzin rationieren. Von diesem Donnerstag an bekommen die Iraner zum bisherigen Preis von 10.000 Rials (0,22 Euro) nur noch 60 Liter Benzin im Monat. Für den Rest müssten sie dann mehr als das Doppelte - 25.000 Rials (0,54 Euro) - bezahlen, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim.

Die neuen Preise sind zwar für europäische Verhältnisse niedrig, für die Iraner mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von ungefähr 300 Euro aber ein großes Problem. Eine Benzinrationierung gab es zuletzt 2007 unter dem damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

Die umstrittene Entscheidung führte zu landesweiten Protesten. Nach Beginn der Präsidentschaft von Hassan Ruhani 2013 wurde die Benzinrationierung daher auch stufenweise abgeschafft. Nun muss Ruhani die gleiche unbeliebte Entscheidung treffen.

Am Donnerstag werden auch die neuen Öl-Sanktionen der USA in Kraft gesetzt. Dann laufen die Ausnahmegenehmigungen für die letzten acht Länder aus, darunter Irans größte Öl-Exportländer wie China und Indien. Der Öl-Export ist die Haupteinnahmequelle des Gottesstaates. Jegliche Limitierung würde daher die Wirtschaftskrise im Land noch weiter verschärfen. Eine weitere Krise könnte für Präsident Ruhani auch politische Folgen haben und ihn zum Rücktritt zwingen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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